Heidelberg: Stadt prüft Photovoltaik-Ausbau auf Dächern städtischer Gebäude

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Heidelberg: Stadt prüft Photovoltaik-Ausbau auf Dächern städtischer Gebäude

PV-Anlage

Foto: PVH, Heidelberg

Die Stadt Heidelberg will die Sonnenenergie stärker nutzen und den Ausbau der Photovoltaik vorantreiben. Die Verwaltung will dabei mit gutem Beispiel vorangehen: In einem ersten Schritt sollen die Stadtwerke Heidelberg das Potenzial prüfen und ein gesamtstädtisches Konzept auf Basis der Auswertung des Solardachkatasters erstellen. Nach dieser ersten groben Einordnung sollen dann geeignete Dachflächen genauer analysiert werden. Schwierig für den Einsatz von Photovoltaikanlagen ist beispielsweise, wenn die Belegungsfläche auf Dächern aufgrund von Oberlichtern, Aufbauten sowie Be- und Entlüftungseinrichtungen stark eingeschränkt ist. Die Potenzialanalyse soll ca. 200 Liegenschaften der Stadt sowie ca. 250 Liegenschaften der Gesellschaft für Grund- und Hausbesitz mbH Heidelberg (GGH) erfassen. Diese Informationen hat der Gemeinderat in seiner Sitzung am 14. Dezember 2017 erhalten.

Die Stadtwerke Heidelberg setzen mit „Heidelberg Energiedach“ bereits erfolgreich den Ausbau von Photovoltaik in Heidelberg um (www.swhd.de/energiedach). Auf diesen Erfahrungsschatz wollen die Stadt und ihre Tochtergesellschaften nun zurückgreifen und wertvolle Synergieeffekte nutzen.

Heidelberger Dächer haben das Potenzial, die Hälfte des Strombedarfs zu decken

Das Solardachkataster weist für Heidelberg ein theoretisch nutzbares Gesamtpotenzial von maximal 405 Megawatt Leistung an Photovoltaikanlagen auf, wenn alle sehr gut bis bedingt geeigneten Dachflächen genutzt würden. Dies würde die Erzeugung von 50 Prozent des gesamten Heidelberger Strombedarfs ermöglichen. Auch wenn längst nicht alle Flächen zur Solarstromerzeugung genutzt werden können, zeigt dies das große Potenzial der Sonnenenergie. Bisher werden rund 4,4 Prozent des geeigneten Dachflächenpotenzials genutzt. Die Stadt Heidelberg installiert bei allen geeigneten Dachsanierungen und Neubauten öffentlicher Gebäude seit vielen Jahren Photovoltaikanlagen zur Stromerzeugung, meist in Zusammenarbeit mit den Heidelberger Stadtwerken. Auf den Dachflächen städtischer oder von der Stadt Heidelberg genutzter Liegenschaften befinden sich Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 2.175 Kilowatt (Stand: Frühjahr 2017). Das sind mehr als zehn Prozent der Gesamtleistung aller PV-Anlagen in Heidelberg.

Um die CO2-Minderungsziele des „Masterplan 100 % Klimaschutz“ der Stadt Heidelberg zu erreichen, ist eine Umstellung auf eine vollständig regenerative Energieversorgung bis 2050 erforderlich. Dafür muss der Ausbau von Photovoltaikanlagen zur Stromerzeugung im Stadtgebiet weiter vorangetrieben werden. Die Solarenergienutzung hat das größte Potenzial zur Gewinnung erneuerbarer Energien im Stadtgebiet.

Hintergrund-Info: „Masterplan 100 % Klimaschutz“

Hintergrund sind die ambitionierten Klimaschutzziele der Stadt Heidelberg. Die finanzielle Unterstützung von Bauherren bei der Investition in die Energieeffizienz ihrer Gebäude ist ein wirksames Instrument zum Erreichen des im „Masterplan 100 % Klimaschutz“ der Stadt Heidelberg definierten Ziels: die klimaneutrale Kommune. Bis 2050 will Heidelberg die CO2-Emissionen um 95 Prozent reduzieren und den Energiebedarf der Kommune um die Hälfte senken. Dies kann die Stadt nur gemeinsam mit den Bürgern sowie zentralen Akteuren der Stadt erreichen.

Weitere Informationen:
www.heidelberg.de/masterplan100

By |Montag, 18. Dezember 2017|