(pm). Am 5. Oktober 2012 trafen sich der stellvertretende Chef der Landesregierung, Nils Schmid, und Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner zu einem Spitzengespräch im Heidelberger Rathaus. Themen waren die Konversion der US-Flächen in Heidelberg, die Bahnstadt sowie die Internationale Bauausstellung (IBA).

Die Entwicklung der Areale, die von den amerikanischen Streitkräften in Heidelberg derzeit noch genutzt werden, stellt eine große Herausforderung für die Stadt Heidelberg dar. Geht es doch darum, rund 200 Hektar neu zu entwickeln, die größtenteils im Jahr 2014 frei werden sollen. OB Würzner unterrichtete Wirtschafts- und Finanzminister Schmid über den aktuellen Stand und diskutierte mit ihm darüber, wie das Land die Stadt bei der gewaltigen Herausforderung unterstützen kann, die frei werdenden Liegenschaften optimal zu entwickeln.

Minister Schmid sagte: „Das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft wird Heidelberg nach Kräften unterstützen und steht als Ansprechpartner für die von der Konversion der US-Flächen betroffenen Städte Heidelberg, Mannheim und Schwetzingen zur Verfügung.“ Schmid freute sich, „dass mit der Bahnstadt ein wichtiges städtebauliches Projekt stark an Dynamik gewonnen hat“. Im Gebiet „Bahnstadt“ befinden sich zwei ehemals militärisch genutzte Konversionsflächen. Zuletzt wurde in Heidelberg vor allem die Bahnstadt mit insgesamt 8,4 Millionen Euro Landes- und Bundesfinanzhilfen aus der vom Wirtschaftsministerium verantworteten Städtebauförderung gefördert. Minister Schmid stellte in Aussicht, dass die Heidelberger Konversionsvorhaben zusätzlich zur Bahnstadt in das Städtebauförderprogramm aufgenommen werden. Er sagte der Stadt zudem seine Unterstützung in dem Bemühen zu, ab 2014 in den europäischen Regionalentwicklungsfonds EFRE aufgenommen zu werden.

Oberbürgermeister Würzner betonte: „Wir stehen vor der Aufgabe, Flächen neu zu entwickeln, die doppelt so groß sind wie die Heidelberger Altstadt. Das eröffnet enorme Chancen, bedeutet aber auch eine riesige Kraftanstrengung. Schließlich wollen wir als Kommune nicht, dass die Liegenschaften einfach meistbietend veräußert werden, sondern dass wir unsere städtischen Ziele verwirklichen können, wie wir sie mit den Konversionsleitlinien definiert haben. Und das sind vor allem die Schaffung preisgünstigen Wohnraums, attraktiver Lebensräume und Freizeitflächen, sowie Raum für die Entwicklung unserer Betriebe, für Wissenschaft und Forschung. Im Rahmen des IBA-Prozesses Wissen-schafft-Stadt sollen innovative Konzepte und experimentelle Projekte für eine besondere Qualität sorgen. Um diese Ziele zu erreichen, benötigen wir die Unterstützung des Landes auch über die üblichen Fördermittel hinaus. Ich bin froh, dass Minister Schmid bereit ist, sich in dem Prozess zu engagieren.“

Basis der Entwicklung der US-Flächen in Heidelberg bilden die Leitlinien der Konversion. Diese Entwicklungsziele wurden gemeinsam mit den Bürgern erarbeitet und vom Heidelberger Gemeinderat verabschiedet. Als wichtiges Ziel wurde dabei insbesondere die Schaffung preisgünstigen Wohnraums genannt, aber auch attraktive Grünflächen oder verkehrsfreundliche Mobilitätsangebote stehen bei den Heidelbergern hoch im Kurs.

Weitere Informationen: www.heidelberg.de/konversion