(pm). Die ehemaligen Kiesgruben im Gewann Waldäcker wurden von 1950 – 1985 überwiegend mit Erdaushub und Bauschutt aufgefüllt. Bei einigen Teilflächen wurden Hausmüll und in geringeren Mengen auch industrielle und gewerbliche Abfälle abgelagert. Bei Untersuchungen wurden auf einer Teilfläche erhöhte Konzentrationen an leichtflüchtigen chlorierten Kohlenwasserstoffen (CKW) in der Bodenluft ermittelt. Ein Schadensherd konnte zunächst nicht lokalisiert werden.

Nach umfangreichen weiteren Untersuchungen wurde in vier bis zehn Meter Tiefe ein Schadensherd mit sehr hohen Konzentrationen (bis 18.771 mg/Kubikmeter) an CKW ermittelt. Ein anschließend durchgeführter Absaugversuch zeigte, dass die Sanierung des Schadensherdes mittels Bodenluftabsaugung möglich ist. Daher wurde entschieden, eine Bodenluftabsaugung als kostengünstige und effektive Variante zur Sanierung des Kontaminationsherds durchzuführen.

Mit Hilfe von zehn in zwei unterschiedlichen Tiefen abzuteufenden sogenannten Bodenluftpegeln werden 500 Kubikmeter Luft pro Stunde aus dem Boden abgesaugt und anschließend über Aktivkohle geleitet und gereinigt. Dadurch werden die leichtflüchtigen CKW aus dem Boden entfernt. Die Sanierungsanlage wird voraussichtlich zwei bis drei Jahre in Betrieb sein. Die Gesamtkosten für die Sanierung belaufen sich einschließlich der gutachterlichen Begleitung auf rund 250.000 Euro. Die Kosten trägt die Stadt Heidelberg. Da es sich um eine kommunale Altlablagerung handelt, erhält die Stadt eine Förderung aus dem Altlastenfonds des Landes Baden-Württemberg in Höhe von 77.500 Euro. Mit der Durchführung der Sanierung wurde die Firma Sax + Klee beauftragt. Die gutachterliche Betreuung erfolgt durch die Firma Arcadis Deutschland GmbH.