Heidelberg Patton Barracks

Die Patton Barracks. Foto: Diemer

Die Stadt Heidelberg lädt am Freitag, 24. Oktober 2014, zwischen 14.00 und 18.00 Uhr alle Interessierten ein, sich ein eigenes Bild von der knapp 15 Hektar großen Konversionsfläche Patton Barracks im Stadtteil Kirchheim zu machen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, letzter Einlass ist um 17.30 Uhr. Der Zugang zur Fläche liegt am Kirchheimer Weg, zwischen den Straßenbahnhaltestellen „Rudolf-Diesel-Straße“ und „Messplatz“ (Linie 26). Besucher werden gebeten, mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen – im Umfeld der Fläche gibt es keine Parkplätze.

Bei der öffentlichen Begehung können große Teile des Außengeländes selbständig erkundet werden. Das Gebiet, in dem derzeit eine Notunterkunft des Landes für Flüchtlinge betrieben wird, ist ausgenommen. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, an geführten Rundgängen über das Gelände teilzunehmen sowie einige Gebäude – z.B. das Theater, eine Werkstatt oder das Offizierscasino – von innen zu besichtigen. Beim Betreten der Fläche erhält jeder Besucher einen Lageplan mit Informationen zu Treffpunkten, Zeiten und Routenvorschlägen.

Dialogischer Planungsprozess wird fortgesetzt

„Wir wünschen uns, dass sich viele Bürger bei den Planungen zur künftigen Nutzung der Fläche einbringen. Dafür ist es wichtig, dass sie die Fläche selbst einmal kennenlernen“, erklärt der Heidelberger Bürgermeister für Konversion und Finanzen, Hans-Jürgen Heiß. Beim ersten Bürgerforum am 20. November (18.00 Uhr) im Bürgerhaus Kirchheim, Hegenichstraße 2, gehe es dann um konkrete Nutzungsperspektiven für das Areal.

Die Patton Barracks sind – nach Mark Twain Village / Campbell Barracks in der Südstadt und dem US-Hospital in Rohrbach – die dritte Konversionsfläche, die nach den Prinzipien des dialogischen Planungsprozesses entwickelt wird. Hierbei arbeiten Stadtverwaltung, Bürgerschaft, Fachplaner, Gemeinderat und der Entwicklungsbeirat eng zusammen. Für die Patton Barracks ist bislang vorgesehen, dass sich mehrere Planungsbüros im Rahmen einer sogenannten Mehrfachbeauftragung ein städtebauliches Konzept für das Areal und sein Umfeld überlegen sollen. Die Bürger sollen auch hier in einem frühen Planungsstadium beteiligt werden.

Für Patton Barracks bietet sich vor allem eine gewerbliche Nutzung an

Grundlegend für den Planungsprozess sind die im Jahr 2011 beschlossenen Leitlinien zur Entwicklung der Konversionsflächen und die Ergebnisse eines gesamtstädtischen Bürgerforums aus dem Jahr 2012. Demnach bietet sich für die Patton Barracks vor allem eine gewerbliche Nutzung an, möglicherweise mit dem Schwerpunkt Organische Elektronik. Als ergänzende Nutzungen wurden besondere Wohnformen sowie Kultur- und Freizeitstätten genannt.

Hintergrund-Info

Aktuell befindet sich die Fläche im Besitz der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA). Die Stadt Heidelberg plant, die Patton Barracks vom derzeitigen Eigner zu kaufen. Die ältesten Gebäude auf dem Areal stammen aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg und gehörten zu einer Grenadierkaserne. Bis zum Zweiten Weltkrieg gab es beständig Erweiterungsbauten. 1945 übernahmen die US-Amerikaner die Fläche und setzten die Bautätigkeit fort. Im Osten der Fläche stehen heute verschiedene Wohn- und Bürogebäude, ein ehemaliges Offizierscasino, ein Theater, eine Kirche und eine Sporthalle. Westlich grenzt der sogenannte „Motorpool“ mit dazugehörigen Werkstätten und Fahrzeughallen an. Die Fläche ist größtenteils versiegelt.