Welthypertonietag

Foto: Universitätsklinikum Heidelberg

Am Freitag, 17. Mai 2013, veranstaltet die Medizinische Universitätsklinik Heidelberg einen Informationsnachmittag zum Thema Bluthochdruck und eine Folgeerkrankung, das Vorhofflimmern. Interessierte sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei. Das Vorhofflimmern ist eine häufig unterschätzte Folgeerkrankung von Bluthochdruck: Die Herzrhythmusstörung erhöht das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden, um das Zwei- bis Siebenfache. Wie man Vorhofflimmern vorbeugt und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt, erklären Kardiologen des Universitätsklinikums Heidelberg an diesem Informationstag. Neben kurzen Vorträgen zu geeigneten Medikamenten, Schlaganfallprophylaxe und Therapie mittels Herzkatheter haben die Besucher Gelegenheit, den Experten Fragen zu stellen.

Der Informationstag findet von 15.30 – ca. 18.00 Uhr im Hörsaal und Foyer der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg (Im Neuenheimer Feld 410) statt. Mit dieser Veranstaltung beteiligt sich das Universitätsklinikum an den bundesweiten Aktionen anlässlich des „Welt-Hypertonie-Tages“ unter dem Motto „Gesunder Blutdruck – gesunder Herzschlag“, zu denen die Deutsche Hochdruckliga e.V. (DHL) – Deutsche Gesellschaft für Hypertonie und Prävention – aufruft.

Während des Vorhofflimmerns ist der Herzschlag unregelmäßig, und die Vorhöfe des Herzens sind elektrisch überaktiv: Im EKG kann eine elektrische Aktivität von 300 – 600 Vorhofaktionen pro Minute nachgewiesen werden, mechanisch kommt es jedoch zu einem weitgehenden Stillstand der Vorhöfe. Viele Betroffene bemerken dieses „Flimmern“ gar nicht, andere haben Symptome wie Herzrasen oder Herzstolpern. Beim Vorhofflimmern können sich kleinste Blutgerinnsel in den Vorhöfen des Herzens bilden, die in den Blutkreislauf gelangen und in Gefäßen hängen bleiben. Verschließen sie dabei Arterien im Gehirn, kommt es zum Schlaganfall. Prävention, Früherkennung und rechtzeitige Therapie von Vorhofflimmern sind daher wichtige Maßnahmen, um einem Schlaganfall vorzubeugen.

Ein wichtiger Risikofaktor für Vorhofflimmern ist der Bluthochdruck. Kardiologen empfehlen daher jedem, seine Blutdruckwerte von Zeit zu Zeit messen und sich bei Bluthochdruck (Werte über 140/90 mmHg) ärztlich beraten und behandeln zu lassen. „Ein gut eingestellter Blutdruck schützt vor Vorhofflimmern und senkt damit auch das Risiko für einen Schlaganfall“, sagt Prof. Dr. Hugo A. Katus, Ärztlicher Direktor der Abteilung Kardiologie, Angiologie und Pneumologie der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg.

Mannheim: Telefonischer Rat zum Thema Bluthochdruck. UMM-Experten klären auf

In Mannheim bietet anlässlich des „Welt-Hypertonie-Tags“ die V. Medizinische Klinik der Universitätsmedizin Mannheim (UMM) am 17. Mai 2013 eine Telefonsprechstunde unter der

Sonderrufnummer 06 21/3 83-50 50

an. Von 12.00 – 13.00 Uhr beantworten Experten Fragen rund um den Bluthochdruck, die Ursachen, Folgen und Behandlungsmöglichkeiten. Wie in den vergangenen Jahren beteiligt sich die V. Medizinische Klinik erneut an dieser Aktion. 2012 wurde die von Prof. Dr. Bernhard Krämer geleitete Klinik als Exzellenzzentrum für Bluthochdruck von der Deutschen Hochdruckliga ausgezeichnet.