Heidelberg: Landesregierung zeigt großes Interesse an Stadtentwicklungsprojekten

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Heidelberg: Landesregierung zeigt großes Interesse an Stadtentwicklungsprojekten

Heidelberg Gespräche zu Stadtentwicklungsprojekten

Ministerialdirektor Rolf Schumacher (Mitte), Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg, mit OB Dr. Eckart Würzner (l.), Erstem Bürgermeister Bernd Stadel, Vertretern des Finanzministeriums, der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, der US Army, Mitgliedern des Heidelberger Gemeinderates und Vertretern der Stadtverwaltung. Foto: Dorn

(pm). Nachdem Minister Nils Schmid Anfang Oktober bereits Gespräche über wichtige Stadtentwicklungsprojekte in Heidelberg geführt hat, war nun auch eine Delegation des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg unter der Leitung von Ministerialdirektor Rolf Schumacher zu Gast in Heidelberg. Neben Gesprächen mit Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner, Erstem Bürgermeister Bernd Stadel sowie Vertretern der Gemeinderatsfraktionen besichtigten die Stuttgarter Gäste auch die US-Liegenschaften sowie die Bahnstadt.

Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner: „Ich freue mich über das Interesse der Landesregierung an unseren Stadtentwicklungsprojekten und die Bereitschaft, sich vor Ort ein Bild zu machen. Wir haben in Heidelberg mit der Entwicklung der US-Flächen tolle Chancen für die Stadtentwicklung, benötigen dazu aber auch Unterstützung durch das Land. Die Signale des Finanzministeriums zeigen, dass dieser Bedarf anerkannt wird.“

Unterstützung für Bahnstadt und Militärflächen

Ministerialdirektor Rolf Schumacher bekräftigte, dass „das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft die Stadt Heidelberg nach allen Kräften unterstützen wird, die bisher militärisch genutzten Flächen zu neuen Wohnquartieren umzunutzen.“ Schumacher betonte die enge inhaltliche Verzahnung zwischen Konversion und der Aufgabe der städtebaulichen Erneuerung und hob die von Wirtschaftsminister Schmid angekündigte Unterstützung des Projekts Bahnstadt im Rahmen der Städtebauförderung hervor: „Die Bahnstadt hat die Landesregierung bisher mit 8,4 Millionen Euro gefördert. Wir werden diese Entwicklung zu einem neuen attraktiven Stadtteil in unmittelbarer Nähe zum Hauptbahnhof auch weiter fördern“. Schumacher forderte aber auch den Bund auf, „die Konversionsgemeinden finanziell zu unterstützen und beim Kaufpreis für die Kasernenareale und amerikanischen Siedlungen die strukturpolitischen Herausforderungen der Konversionsstädte zu berücksichtigen.“

Hintergrund: Entwicklung der US-Flächen

Die Entwicklung der Areale, die von den amerikanischen Streitkräften in Heidelberg derzeit noch genutzt werden, stellt eine große Herausforderung für die Stadt Heidelberg dar. Geht es doch darum, rund 200 Hektar neu zu entwickeln, die größtenteils im Jahr 2014 frei werden sollen. Basis der Entwicklung der US-Flächen in Heidelberg bilden die Leitlinien der Konversion. Diese Entwicklungsziele wurden vom Entwicklungsbeirat, der sich aus 34 Vertretern der Heidelberger Stadtgesellschaft zusammensetzt, entwickelt und nach öffentlicher Vorstellung und Diskussion vom Gemeinderat verabschiedet. Als wichtiges Ziel wurde dabei insbesondere die Schaffung preisgünstigen Wohnraums genannt, aber auch attraktive Grünflächen, nachhaltige  Mobilitätskonzepte und Raum für Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft stehen bei den Heidelbergern hoch im Kurs.

Weitere Informationen: www.heidelberg.de/konversion

By |Mittwoch, 31. Oktober 2012|