Heidelberg: Konversion soll Chefsache werden

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Heidelberg: Konversion soll Chefsache werden

(pm). Die Konversion der amerikanischen Militärflächen geht nach den Sommerferien in eine neue Phase. Die Stadt Heidelberg möchte gemeinsam mit den Bürgern ein Nutzungskonzept für die erste Fläche erarbeiten. Bestandteil des Prozesses sollen ab Anfang Oktober auch Informationsveranstaltungen und Ideenwerkstätten sein. Die Stadt schlägt dem Gemeinderat für diese neue Phase der Konversion auch eine neue interne Organisationsstruktur vor. Danach wird das Vorhaben direkt beim Oberbürgermeister (OB) angesiedelt. Ein externer Dienstleister soll die Stadt zudem in dem Prozess beraten und unterstützen. Über die Vorschläge entscheidet der Gemeinderat in seiner Sitzung am 25. Juli.

Bürgerbeteiligung geht weiter – erste Ideenwerkstätten ab September 2012

Nach der Sommerpause wird es konkret. Bislang hat der Gemeinderat unter Einbindung von Bürgern und Experten übergeordnete Leitlinien für die Konversion aller fünf US-Flächen in Heidelberg beschlossen. Jetzt nimmt die Stadt einzelne Flächen unter die Lupe. Erster Schritt: Die Stadt schlägt dem Gemeinderat nach einer europaweiten Ausschreibung einen Dienstleister vor, der im Rahmen einer sogenannten „Vorbereitenden Untersuchung“ städtebaulich wichtige Daten erheben soll, etwa zum Zustand von Gebäuden oder Umweltbelastungen. Zweiter Schritt: Auf Grundlage der ersten Analyseergebnisse soll nach den Ferien ein Nutzungskonzept für Mark Twain Village erarbeitet werden. Zu Beginn ist eine Veranstaltung für Anfang Oktober geplant. Die Stadt möchte hierbei die Bürger über die bis dahin vorliegenden Ergebnisse informieren und Rahmenbedingungen erläutern. Auf dieser Grundlage sollen dann in den folgenden Wochen in voraussichtlich zwei Ideenwerkstätten Nutzungsmöglichkeiten gesammelt und diskutiert werden.

Ab der jetzt beginnenden zweiten Stufe soll das Großprojekt direkt dem OB zugeordnet werden. Der Kontakt auf der höchsten Ebene mit der Eigentümerin der Flächen, der Bundesagentur für Immobilienaufgaben (BImA), erfolgt in einem Lenkungskreis, dem OB Dr. Eckart Würzner, Erster Bürgermeister Bernd Stadel, der Vertriebsvorstand der BImA und ggf. eine weitere Person der BImA angehören. Dieses Gremium wird durch eine Lenkungsgruppe unterstützt. Dieser Lenkungsgruppe gehören der OB, der Baudezernent sowie die Amtsleitungen folgender Ämter an: Amt für Stadtentwicklung und Statistik, Stadtplanungsamt, Kämmereiamt sowie das Referat des OB. Die Leitung soll durch eine externe Projektsteuerung, die den gesamten Prozess begleitet, wahrgenommen werden. Die Lenkungsgruppe ist für die strategische Steuerung des Konversionsprozesses und die Bewirtschaftung des ab 2013 in einem eigenen Teilhaushalt „Konversion“ abgebildeten Budgets zuständig.

Lenkungsgruppe: auch Verbindungsstelle zu Gemeinderat und regionaler Ebene

Die Lenkungsgruppe ist zudem die Verbindungsstelle zum Gemeinderat und zur regionalen Ebene. Zudem prüft und bewertet sie die Vorschläge aus dem Entwicklungsbeirat und dem Bürgerdialog mit entsprechender Rückkoppelung. Unterstützt wird die Lenkungsgruppe durch die Ämterrunde „Konversion“. Diese Runde, der themenbezogen die Amtsleitungen der beteiligten Ämter und die Dezernenten angehören, hat die Aufgaben, fachspezifische Grundsatzfragen abzustimmen sowie Rahmenvorgaben und Entwicklungsschwerpunkte für Einzelprojekte zu erarbeiten und diese in die übergeordnete Lenkungsgruppe rückzukoppeln. Bei Bedarf erfolgt auch auf Ebene der Ämterrunde eine Abstimmung mit der BImA.

Die Vorschläge sowohl zur neuen Organisationsstruktur als auch zur Beauftragung des externen Dienstleister zur Umsetzung der Vorbereitenden Untersuchungen sowie der Projektsteuerung stehen zur Entscheidung in der Gemeinderatssitzung am 25. Juli an.

By |Mittwoch, 18. Juli 2012|