Heidelberg: Klimaschutz geht durch den Magen

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Heidelberg: Klimaschutz geht durch den Magen

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Foto: BUND Heidelberg

(pm). Kurz vor den Sommerferien startete der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) Heidelberg an fünf Heidelberger Schulen seine Vortragsreihe „Klimaschutz geht durch den Magen“. Im Rahmen des Projektes „Bildung für nachhaltige Entwicklung von der KITA bis zur Uni“ machten die Umweltschützer die Jugendlichen der Klassenstufen 7 – 11 auf die verschiedenen Aspekte des Fleischkonsums aufmerksam und plädierten für eine bewusstere Ernährungsweise.

Das Hauptaugenmerk lag dabei auf dem Zusammenhang zwischen Fleischkonsum und Klimawandel. In den Medien werde immer nur auf die Klimaschädigung durch den Transport- und den Industriesektor aufmerksam gemacht. Dass die Fleischproduktion aber auch einen großen Anteil an den Treibhausgasemissionen hat, das sei vielen nicht bekannt, meint Ramona Zeller, Mitarbeiterin des BUND.

Mit eindrucksvollen Bildern von der Sojaernte in Brasilien auf gerodetem Regenwald wurde den Jugendlichen gezeigt, wie und wo das Futtermittel der europäischen Masttiere produziert wird und warum sich das auf das Klima auswirkt. „Die Schüler waren sehr aufmerksam bei der Sache und stellten viele Fragen. Neben den ökologischen Aspekten interessierten sie sich besonders für die ethischen Fragen des Fleischkonsums“, so BUND-Geschäftsführerin Brigitte Heinz. Viele bekamen große Augen und waren erstaunt und erschrocken über die Art der Tierhaltung und Schlachtung in Massenbetrieben. Doch auch Handlungsalternativen, wie z.B. ökologische Tierhaltung, wurden den Schülern aufgezeigt.

„Die Anregungen, wie die Jugendlichen persönlich als Klimaschützer aktiv werden können, indem sie z.B. an einem Wochentag auf Fleisch verzichten oder ihren Konsum halbieren, wurden sehr gut angenommen“, resümiert Ramona Zeller, die sich dabei auf die Antworten der Schüler auf den Feedback-Fragebögen bezieht. Am Ende der Präsentation ernteten die BUND-Referentinnen stets großes Lob seitens der Schüler und Lehrer. Auch die BUNDjugend-Broschüre mit vegetarischen Rezeptideen und Filmtipps zum Thema Klima und Fleisch fand bei den Schülern großen Anklang.

Aufgrund der vielen positiven Rückmeldungen setzt der BUND Heidelberg die Vortragsreihe nach den Sommerferien fort. Im Rahmen des Projektes, das aus Mitteln des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft gefördert wird, bieten der BUND und die beteiligten Akteure auch noch weitere Mitmach-Möglichkeiten an. Weitere Infos beim BUND Heidelberg unter:

Telefon: 0 62 21/18 26 31oder www.bund-heidelberg.de

By |Mittwoch, 8. August 2012|