Heidelberg: Faire Produkte aus Automaten

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Heidelberg: Faire Produkte aus Automaten

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Der neue "FAIR-o-mat" in der Musikschule bietet Produkte aus fairem Handel an. Sabine Lachenicht vom Agenda-Büro der Stadt und Schulleiter Kersten Müller stellen den Automaten vor. Foto: Stadt Heidelberg (Philipp Rothe)

Ob Schokoriegel oder Fruchtgummis: Fair gehandelte Produkte können Heidelbergs Bürger jetzt nicht nur im Geschäft, sondern auch an drei Automaten erstehen. Das Agenda-Büro des Amtes für Umweltschutz, Gewerbeaufsicht und Energie der Stadt Heidelberg stellt mit Unterstützung der Weltläden sogenannte FAIR-o-maten an drei Standorten im Stadtgebiet auf: im Hallenbad Darmstädter Hof Centrum (DHC), im Hallenbad Hasenleiser und in der Musik- und Singschule. Heidelberg gehört zu den ersten Städten in Deutschland, die FAIR-o-maten aufstellen.

„Mit den FAIR-o-maten möchten wir zum Kauf fairer Produkte anregen. Wir hoffen auch Bürgerinnen und Bürger zu erreichen, die bislang noch nicht oder selten zu fair gehandelten Produkten greifen. Wir freuen uns, dass die Stadtwerke Heidelberg und die Musik- und Singschule die Räumlichkeiten für die ersten Automaten zur Verfügung stellen“, erklärte Sabine Lachenicht, Leiterin des Agenda-Büros. Die Automaten kommen ohne Strom und Kühlung aus und arbeiten somit komplett Kohlendioxid-neutral. Sie sind komplett zerlegbar und zu 99 Prozent wiederzuverwerten. Befüllt werden die Automaten im Rahmen des Beschäftigungsprojektes des Heidelberger Sozialzentrums St. Elisabeth.

Fairer Handel in Heidelberg

Heidelberg ist seit 2010 Fairtrade-Town und gehört damit zu den über 1.000 Fairtrade-Towns weltweit (u.a. London, Rom, Brüssel, San Francisco und Cambridge). 2011 erreichte Heidelberg den dritten Platz im Wettbewerb „Hauptstadt des Fairen Handels“. Der Gedanke der Fairtrade-Produkte spielt in Heidelbergs öffentlichen Einrichtungen eine große Rolle. So werden in neun Schulen, fünf Kirchengemeinden und fünf Vereinen Fairtrade-Produkte angeboten sowie in der Stadt selber und im Kurpfälzischen Museum. Heidelberg wirkt zudem in zahlreichen Projekten und Aktionen rund um das Thema Fairer Handel mit. Seit 2004 beteiligen sich zahlreiche Akteure, insbesondere die Weltläden der Stadt, an der Fairen Woche. Zudem setzen sich das Agenda-Büro und viele weitere Partner für eine nachhaltige Bildungsarbeit zum Fairen Handel ein. Fairtrade-Produkte werden in Heidelberg in 28 Geschäften und 15 Cafés und Restaurants angeboten.

Weitere Informationen: www.fairtrade-towns.de

Quelle: Pressemitteilung der Stadt Heidelberg vom 18. Mai 2012

By |Dienstag, 22. Mai 2012|