Heidelberg Einfach zu viel Müllaktion

Bild: Stadt Heidelberg

(pm). Die Stadt Heidelberg startet ab August 2012 eine Aktion gegen überfüllte Mülltonnen. Eine blaue Karte wird in den nächsten Monaten an allen Tonnen befestigt, die überquellen und sich nicht mehr schließen lassen. Mit dieser Karte „Einfach zu viel!“ erhalten die Anwohner Informationen und Tipps, was sie bei größeren Abfallmengen tun können.

„Blaue Karte“, wenn die Tonne zu voll ist

Überfüllte Mülltonnen und Abfälle, die neben den Tonnen liegen, können beim Leeren zu Verschmutzungen führen und Ungeziefer anziehen. Überfüllte Mülltonnen lassen sich kaum leeren, ohne dass Abfälle herunterfallen. Auch darf der Müll in den Tonnen nicht festgetreten werden, damit mehr hineinpasst. Denn dabei kann es leicht passieren, dass sich der Abfall verkantet, so dass die Tonne nicht vollkommen geleert werden kann. Aus Gründen von Hygiene und Gesundheitsschutz dürfen die Mitarbeiter festsitzende Abfälle nicht per Hand lösen. Tonnen, die durch Festtreten des Abfalls beschädigt worden sind, werden den Eigentümern in Rechnung gestellt. Wer Tonnen überfüllt, beansprucht mehr Volumen, als über die Abfallgebühr tatsächlich bezahlt wird. Dies ist nicht im Sinne der Gemeinschaft aller Gebührenzahler.

Überfüllte Tonnen werden künftig nicht mehr geleert

Die Stadt bittet daher folgendes zu beachten: Steht der Deckel der Tonne offen oder liegen Säcke neben der Tonne, kann der Abfall nicht ordnungsgemäß mitgenommen werden. Die Nutzer der überquellenden Abfallbehälter oder der dazugelegten Abfallsäcke werden zunächst mit der blauen Karte, die an den Behälter gehängt wird, informiert und auf den Missstand aufmerksam gemacht. Die Karte enthält Tipps, wie Übermengen richtig entsorgt werden können.

Was tun, wenn einmal mehr Müll anfällt?

  • Abfallsäcke in den Bürgerämtern kaufen: Alle Bürgerämter verkaufen Restmüll- oder Bioabfallsäcke. Mit dem Kaufpreis ist der Entsorgungspreis abgedeckt. Zum Beispiel kostet ein 120-Liter-Restmüllsack genauso viel wie die Leerung einer 120-Liter-Restmülltonne im Teilservice, nämlich fünf Euro. Die Säcke können am Entsorgungstag bis 6.00 Uhr einfach am Fahrbahnrand bereitgelegt werden.
  • Tonnen, die 14-täglich geleert werden, in der Zwischenwoche bereitstellen: Nutzer der Restmüll- oder Bioabfallbehälter, die normalerweise alle 14 Tage entleert werden, können die Tonne auch in den Zwischenwochen an den Fahrbahnrand zur Abholung stellen.
  • Wertstoffe können auf den Recyclinghöfen abgegeben werden. Gegenstände aus Holz, Kunststoff oder Metall (z.B. Blumenkästen, Spielzeug, Metalleimer oder Kleinmöbel) und größere Mengen an Grünschnitt können direkt zu den Recyclinghöfen gebracht werden.
  • Größere und sperrige Gegenstände und Elektrogeräte nimmt auch die Sperrmüllmannschaft mit. Jedem Haushalt stehen zwei Sperrmülltermine im Jahr kostenfrei zur Verfügung, die aus den angebotenen Terminen frei gewählt werden können. Die Anmeldefrist ist vier Wochen.

Die Tonne ist regelmäßig zu voll?

Sind die Tonnen regelmäßig überfüllt, sollten die Nutzer prüfen, ob die Restmüllmenge durch eine konsequente Abfallvermeidung und -trennung nicht verringert werden kann. Quillt die Tonne trotz der Optimierung regelmäßig über, wird empfohlen, eine größere oder weitere Tonne zu bestellen. Im Zweifelsfall kann die Stadt gemäß § 14 der Abfallwirtschaftssatzung das erforderliche Volumen festlegen. Das Amt für Abfallwirtschaft und Stadtreinigung berät gern bei der Feststellung des notwendigen Volumens. Die Mitarbeiter sind Mo bis Do von 7.30 – 16.00 Uhr und Fr von 7.30 – 13.00 Uhr unter Telefon 0 62 21/58-2 99 99 erreichbar.

Weitere Informationen: www.heidelberg.de/abfall