Heidelberg: DKFZ und Bayer HealthCare weihten gemeinsames Labor ein

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Heidelberg: DKFZ und Bayer HealthCare weihten gemeinsames Labor ein

DKFZ Labor

Weihten das gemeinsame Labor ein (v.l.): Prof. Dr. P. Beckhove (DKFZ), Prof. Dr. G. Adler (Uniklinikum Heidelberg), Prof. Dr. Dr. h.c. O. D. Wiestler (DKFZ), Dr. K. Ziegelbauer (Bayer), Prof. Dr. A. Busch (Bayer). Foto: dkfz.de

Das Deutsche Krebsforschungs-Zentrum (DKFZ) und Bayer HealthCare haben ein gemeinsames Labor im Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) in Heidelberg, einer gemeinsamen Einrichtung des DKFZ und des Universitätsklinikums Heidelberg, eingerichtet. Dort werden Wissenschaftler des DKFZ und von Bayer erstmals mit einem bis zu 12-köpfigen Team auf dem Gebiet der Immuntherapie forschen. Das gemeinsame Labor ist Teil der seit 2008 bestehenden strategischen Forschungsallianz des DKFZ und Bayer auf der Suche nach neuen Krebstherapien. In diesem Frühjahr haben beide Partner die erfolgreiche Zusammenarbeit auf das Gebiet der Immuntherapie weiter ausgebaut. Hierfür planen die Partner Investitionen in Höhe von bis zu drei Millionen Euro pro Jahr. Immuntherapien sind viel versprechende Ansätze zur Behandlung von Krebserkrankungen. Dabei soll das körpereigene Immunsystem gezielt gegen Tumorzellen aktiviert werden.

„Wir haben uns viel vorgenommen“, erklärte DKFZ-Stiftungsvorstand Prof. Dr. Dr. h.c. Otmar D. Wiestler bei der Einweihung des Labors am 25. Juni 2013 das Ziel der Kooperation. „Innerhalb der nächsten fünf Jahre möchten wir gemeinsam mindestens zwei neue Arzneimittelkandidaten auf dem Gebiet der Immuntherapie identifizieren und bis zum Start der klinischen Prüfung entwickeln.“ So sollen möglichst schnell neue Behandlungsmöglichkeiten für Patienten mit Krebs im Bereich der Immuntherapie zur Verfügung stehen.

Im Rahmen ihrer Zusammenarbeit begutachten beide Partner gemeinsam die einzelnen Projekte sowie die Zuteilung von Ressourcen und teilen sich die Rechte an den Forschungsergebnissen. Bislang wurden 22 Projekte initiiert, einige davon haben bereits wichtige Meilensteine erreicht und konnten in die nächste Phase der Medikamentenentwicklung – in das Substanzscreening – überführt werden. Beide Partner investierten mehr als 10 Millionen Euro in die gemeinschaftliche Forschung.

By |Sonntag, 30. Juni 2013|