(pm). Zum Ärger vieler Gartenbesitzer tun sich im Frühjahr grüne Raupen an den Blüten, Blättern und jungen Früchten der Obstbäume gütlich. Bei den Raupen handelt es sich um die Larven des Kleinen Frostspanners. Das Anlegen von Leimringen ist die einfachste, kostengünstigste und effektivste Methode zur vorbeugenden Frostspanner-Abwehr. Es lohnt sich, vor den ersten kalten Nächten Ende Oktober Leimringe um die Stämme der Obstbäume zu legen. Sie fangen die flugunfähigen Weibchen auf ihrem Weg zur Baumkrone ab und verhindern so die Ablage der Eier, aus denen im Frühjahr die Raupen schlüpfen.

Die Leimringe sind in verschiedenen Ausführungen im Fachhandel erhältlich. Am besten sind grüne oder braune Ringe; weiße Ringe locken Nützlinge an und sollten nicht verwendet werden. Wichtig ist, dass der Leimring dicht am Stamm anliegt, dazu muss eventuell an älteren Bäumen die Borke geglättet werden bzw. müssen Risse mit Lehm ausgeglichen werden. Auch Baumpfähle erhalten einen Ring. Stehen weitere Laubbäume in der Nähe, werden auch sie mit einem Leimring versehen. Denn Frostspanner haben ein breites Nahrungsspektrum und die Raupen können an Spinnfäden auf die zu schützenden Bäume geweht werden.

Kontrollen während des Herbstes sichern, dass anhaftendes Falllaub keine Brücken bildet. Unter Umständen ist auch eine Erneuerung des Leimbelages im Februar nötig, falls der Leim eingetrocknet ist. Im Frühjahr wird der Leimring dann entfernt und die Stämme werden gesäubert. So kann der Befall durch den Frostspanner ohne den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in Grenzen gehalten werden.

Auskünfte und Tipps auch zu anderen gartenbaulichen Fragen gibt die Obst- und Gartenbauberatung beim Landschafts- und Forstamt der Stadt Heidelberg unter:

Telefon 0 62 21/58-2 80 00