Der Heidelberger Gemeinderat beschloss am 14. März 2013 die Aufstellung eines Bebauungsplans für Mark-Twain-Village und Campbell Barracks in der Heidelberger Südstadt. Die Flächen werden derzeit zum größten Teil noch von der US-Armee genutzt. Die Erstellung des Bebauungsplans wird eng mit dem sogenannten Dialogischen Planungsprozess zur Konversion der Militärflächen verbunden. Der Aufstellungsbeschluss wurde vorgezogen, da der Abzug der US-Armee schneller als ursprünglich angekündigt von statten gehen wird. So wurden die Gebäude am Sickingenplatz bereits aus der militärischen Nutzung entlassen und an die Bundesagentur für Immobilienaufgaben (BImA) übergeben, ebenso der Bereich östlich der Römerstraße. Mit der Übergabe der Campbell Barracks wird 2014 gerechnet.

Geordnete städtebauliche Entwicklung

Der Bebauungsplan dient als Steuerungsinstrument für eine geordnete städtebauliche Entwicklung der militärischen Liegenschaften. So kann unerwünschten Entwicklungen vorgebeugt werden, erwünschte Entwicklungen werden ermöglicht. Die Inhalte des Bebauungsplans werden im Rahmen des Dialogischen Planungsprozesses erarbeitet. So ist etwa vorgesehen, dass das Bürgerforum im April 2013 als frühzeitige Bürgerbeteiligung im Sinne des Baugesetzbuches dient. Die dort gewonnenen Erkenntnisse sollen in das Bebauungsplanverfahren mit einfließen.

Mark-Twain-Village und Campbell Barracks

Der Geltungsbereich des Bebauungsplans umfasst Mark-Twain-Village und Campbell Barracks. Bei Mark-Twain-Village handelt es sich um sogenannte ‚Housing Areas‘, die aus drei räumlich getrennten Wohngebieten bestehen. Die Campbell Barracks liegen westlich der Römerstraße zwischen den Häusern am Sickingenplatz im Süden sowie der Edisonstraße und Rheinstraße im Norden. In ihrem Kern geht die Anlage auf die 1937 errichtete ehemalige Großdeutschlandkaserne zurück. Insgesamt hat das Plangebiet eine Größe von 42,6 Hektar.