Heidelberg: Bau eines Gas-Heizkraftwerks als wichtiger Baustein für die Energiewende beschlossen

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Heidelberg: Bau eines Gas-Heizkraftwerks als wichtiger Baustein für die Energiewende beschlossen

(pm). Der Aufsichtsrat der Stadtwerke Heidelberg hat am 9. Oktober 2012 grünes Licht für die konkrete Planung eines Gas-Heizkraftwerks gegeben. Das Kraftwerk erzeugt Strom und Wärme gleichzeitig und ist ein wichtiger Schritt, um das Ziel der Stadtwerke Heidelberg zu erreichen, bis zum Jahr 2017 nur noch Strom ohne Atomkraft anzubieten.

„Die Anlage wird eine Leistung von rund 50 Megawatt Strom sowie 50 Megawatt Wärme haben und unsere bisherige Eigenerzeugungs-Kapazität vervielfachen“, beschreibt Dr. Rudolf Irmscher, Geschäftsführer der Stadtwerke Heidelberg, die Dimension der geplanten Anlage. „Mit einem voraussichtlichen Investitionsvolumen von 40 Millionen Euro ist diese Anlage die größte Einzelinvestition in der Geschichte der Stadtwerke Heidelberg.“

Die Stadtwerke haben sich in ihrer Energiekonzeption 2020 das Ziel gesetzt, nur noch Strom ohne Atomkraft zu liefern und darüber hinaus eine ökologische Wärmeversorgung zu sichern. „Gas ist die emissionsärmste unter den fossilen Energien, und Gaskraftwerke brauchen wir als Ergänzungstechnologie, um die Integration nicht ständig verfügbarer erneuerbarer Energien sicher zu stellen. Nur so ist die Energiewende machbar“, begründet Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner, Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Heidelberg, die Entscheidung.

Voraussichtlicher Bauplatz für die Anlage ist das Werksgelände der Stadtwerke im Pfaffengrund – dort, wo bis 1986 der als „Dicker Bergmaier“ bezeichnete Gaskessel die Silhouette der Stadt prägte. „Zusammen mit dem Holz-Heizkraftwerk wird dort ein Energiepark für die Energiewende in Heidelberg entstehen“, berichtet Michael Teigeler, Geschäftsführer der Vertriebsgesellschaft Stadtwerke Heidelberg Energie. Ein positives Prüfergebnis vorausgesetzt, wird dort auch die geplante Geothermieanlage angesiedelt sein. „Sobald die Planungen konkret genug sind, um die lokalen Wirkungen abzuschätzen, suchen wir den Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort“, stellt Rudolf Irmscher in Aussicht. „Die Standards bei der Öffentlichkeitsbeteiligung, die wir beim Holz-Heizkraftwerk gesetzt haben, wollen wir auch bei den nächsten Schritten zur Umsetzung unserer Energiekonzeption einhalten.“

By |Sonntag, 14. Oktober 2012|