Naturschutzdienst_Heidelberg

Die Mitglieder des ehrenamtlichen Naturschutzdienstes bringen ihre Erfahrung und ihr Fachwissen über Insekten, Biber, Amphibien, Vögel, Reptilien und Pflanzen für den Artenschutz in Heidelberg ein. Foto: Buck

Sie tragen Kröten über die Straßen, retten Salamander, siedeln Hornissen um, beobachten Fledermäuse und kartieren seltene Pflanzen: 42 ehrenamtliche Naturschützerinnen und -schützer sind am Dienstag, 24. Oktober 2017, für den Stadtkreis Heidelberg im Rahmen der diesjährigen Arbeitstagung neu bestellt worden. Die meisten von ihnen sind seit vielen Jahren für den Naturschutz aktiv: Sie haben sich für die nächste Amtszeit von Oktober 2017 bis September 2022 wieder beworben und wurden vom Landesnaturschutzverband und / oder von diversen Naturschutzvereinen erneut vorgeschlagen. Der ehrenamtliche Naturschutzdienst ist ein offizielles Gremium der Stadt.

Gefragtes Fachwissen über Insekten, Amphibien, Vögel, Reptilien und Pflanzen

Die 42 Expertinnen und Experten bringen ihre Erfahrung und ihr Fachwissen über Insekten, Biber, Amphibien, Vögel, Reptilien und Pflanzen für den Artenschutz in Heidelberg ein. Zudem bringen die Ehrenamtlichen den Bürgern den Natur- und Landschaftsschutz näher und melden Verstöße gegen die naturschutzrechtlichen Vorschriften an die Naturschutzbehörde. Sie unterstützen das städtische Umweltamt bei der Umsetzung des Artenschutzplans, bei der Kartierung von Arten und schaffen Lebensräume für bedrohte Tiere und Pflanzen. Oft beraten sie Bauherren, wenn im Zusammenhang mit Bauvorhaben Konflikte bezüglich des Artenschutzes zu lösen sind (z.B. beim Mauersegler, bei Amphibien oder Turmfalken). Fachkundige Mitglieder mit entsprechender Ausbildung können besondere Aufgaben im Bereich des Artenschutzes wahrnehmen (z.B. als Biberfachberater oder bei Hornissen).

Vier dieser Fachleute – Brigitte Heinz, Christina Pietsch, Prof. Volker Voigtländer und Hans-Martin Gäng – konnten ihr Wissen bei der Begehung des Schlossgartens weitergeben, welche im Rahmen der Arbeitstagung stattfand. In Kurzvorträgen berichteten sie von den dort vorkommenden Fledermäusen, Amphibien, Mauerseglern und Turmfalken, bevor die Sitzung im Tagungsraum fortgesetzt wurde. Zu Beginn waren die Teilnehmenden durch Michael Bös, Leiter der Schlossverwaltung, und Sabine Lachenicht, Leiterin des Amtes für Umweltschutz, Gewerbeaufsicht und Energie der Stadt Heidelberg, begrüßt worden.

Rechte und Pflichten der Mitglieder des ehrenamtlichen Naturschutzdienstes

Die Mitglieder des ehrenamtlichen Naturschutzdienstes müssen bei der Ausübung ihrer Tätigkeit einen Ausweis mit sich führen und auf Verlangen vorzeigen. Sie sind dazu berechtigt, Personen, die gegen das Natur- und Artenschutzrecht verstoßen, zur Feststellung der Personalien anzuhalten.