Heidelberg: 20 Jahre Engagement für Tiere und Pflanzen

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Heidelberg: 20 Jahre Engagement für Tiere und Pflanzen

Naturschutzbeauftragte Sigrid Ruder

Am 19. Dezember 2017 bei der Weiterbestellung von Sigrid Ruder als Heidelberger Naturschutzbeauftragte (v. l.): Sabine Lachenicht, Leiterin des städtischen Amtes für Umweltschutz, Gewerbeaufsicht und Energie, Dipl.-Biologin Sigrid Ruder und Bürgermeister Wolfgang Erichson. Foto: Rothe

Dipl.-Biologin Sigrid Ruder engagiert sich seit 20 Jahren im Stadtkreis Heidelberg für Tiere und Pflanzen – und sie macht weiter: Am 19. Dezember 2017 hat Bürgermeister Wolfgang Erichson sie in Vertretung von Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner für weitere fünf Jahre als Naturschutzbeauftragte für den Stadtkreis Heidelberg bestellt. Als besondere Anerkennung ihres unermüdlichen Einsatzes überreichte Bürgermeister Erichson an Sigrid Ruder ein Dankschreiben und ein Präsent vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg. An dem Termin nahm auch die Leiterin des städtischen Amtes für Umweltschutz, Gewerbeaufsicht und Energie, Sabine Lachenicht, teil.

Für weitere fünf Jahre wird Sigrid Ruder die Stadt in Naturschutzfragen beraten und die Untere Naturschutzbehörde bei Vorhaben und Planungen unterstützen, die mit Eingriffen in Natur und Landschaft verbunden sind. Die beiden Heidelberger Naturschutzbeauftragten arbeiten unabhängig und ehrenamtlich. Sigrid Ruder ist für das Gebiet nördlich des Neckars und ihr Kollege, Dr. Karl-Friedrich Raqué, für das Gebiet südlich des Neckars auf Heidelberger Gemarkung zuständig. Sie vertreten sich gegenseitig.

Naturschutzbeauftragte mit viel Herzblut und großem Sachverstand

In den vergangenen Jahren hat Sigrid Ruder ihre Aufgabe mit viel Herzblut und großem Sachverstand wahrgenommen. Als Naturschutzbeauftragte wird sie zu allen Baumaßnahmen im Außenbereich und zu allen aktuellen Bebauungsplänen angehört. Sigrid Ruder hat dabei stets einen Blick darauf, dass bestehende Vorschriften zum Schutz der Natur und Landschaft eingehalten werden. Dies kommt zum Beispiel in ihren Stellungnahmen zu zulässigen Bauvorhaben im Handschuhsheimer Feld zum Tragen. Dort dürfen die ansässigen Gärtnereien und landwirtschaftlichen Betriebe in vertretbarem Umfang betriebsbedingt bauen. In solchen Fällen macht Sigrid Ruder Ausgleichsmaßnahmen zur Auflage, welche die dortigen Landschaftsstrukturen erhalten. Konkret bedeutet das, dass dann Obstbäume, heimische Hecken und Feldgehölze neu angepflanzt werden müssen. Außerdem müssen mit Blick auf den Artenschutz an den neuen Wirtschaftsgebäuden oder an großen Bäumen Nisthilfen für Vögel oder Fledermauskästen angebracht werden.

Ein weiteres Beispiel ihrer Aktivitäten: In ihrer Stellungnahme zum Bebauungsplan „Pflegewohnheim Ziegelhausen, Kleingemünder Straße 6“ hat sie gefordert, dass möglichst viele bestehende Grünstrukturen erhalten bleiben oder durch adäquate Neupflanzungen aus heimischen Pflanzenarten ersetzt werden. Sie hat darüber hinaus festgelegt, dass die zu erhaltenden großen Bäume während der Bauphase wirksam geschützt werden müssen. Sigrid Ruder nimmt regelmäßig an den Sitzungen des Runden Tisches Naturschutz und an den Tagungen des ehrenamtlichen Naturschutzdienstes der Stadt Heidelberg teil.

By |Freitag, 22. Dezember 2017|