Griese: Blühstreifen im Öko-Weinbau unterstützen Artenvielfalt in Rheinland-Pfalz

Startseite/Landespolitik RLP, Umwelt, Umwelt-Nachrichten/Griese: Blühstreifen im Öko-Weinbau unterstützen Artenvielfalt in Rheinland-Pfalz

Griese: Blühstreifen im Öko-Weinbau unterstützen Artenvielfalt in Rheinland-Pfalz

Foto: März Medien

„Blühstreifen bieten Lebensraum und Nahrungsgrundlage für Insekten, Vögel oder kleine Säugetiere und sichern somit unsere Artenvielfalt im Land“, sagte Staatssekretär Thomas Griese heute. Anlass war die Aussaat des ersten Blühstreifens des Programmteils „Rheinland-Pfalz blüht“ der „Aktion Grün“ beim Öko-Weinbaubetrieb Arndt Werner in Ingelheim.

„Der Handlungsbedarf steigt, die biologische Vielfalt zu erhalten und unsere Lebensgrundlage zu sichern“, so Griese. Umweltbelastungen, etwa durch Pestizide, dicht besiedelte Regionen und die Zerschneidung von Lebensräumen setzen zahlreiche heimische Tier- und Pflanzenarten unter Druck: „Die Hälfte der Brutvogelarten im Land sowie 65 Prozent der Schmetterlinge sind gefährdet. Außerdem ist der Honigbienenbestand in Deutschland deutlich zurückgegangen“, erklärte der Staatssekretär. Rund 80 Prozent der einheimischen Blütenpflanzen seien jedoch auf die Bestäubung durch Insekten angewiesen. Mit der „Aktion Grün“ setze die Landesregierung ein Zeichen für den Erhalt der heimischen Flora und Fauna. Rheinland-Pfalz unterstütze mit dem Programmteil „Rheinland-Pfalz blüht“ zum Beispiel Kommunen beim Anlegen von artenreichen Blühstreifen oder von Bienengärten in Kindertagesstätten und Schulen.

„In der Landwirtschaft übernimmt der Öko-Weinbau eine Vorreiterrolle beim Aussähen von standortgerechten Blühstreifen“, sagt Betriebsleiter Arndt Werner. „Als Winzer haben wir ein großes Eigeninteresse, den Weinberg artenreich und bodenschützend zu bepflanzen“, so Werner. „Zwischensaaten, wie Inkarnatklee, Esparsette oder Phacelia, lockern den Boden und liefern Nährstoffe“, erläuterte Griese.

„Die ,Aktion Grün‘ setzt die Biodiversitätsstrategie des Landes mit verschiedenen Maßnahmen, wie zum Beispiel mit Projekten zur Umweltbildung, konkreten Artenhilfsprogrammen oder durch die Vernetzung von Lebensräumen, um. Dazu sind unter der Dachmarke ,Aktion Grün‘ bestehende und viele neue Naturschutzmaßnahmen des Landes gebündelt“, erläuterte Griese. Außerdem sollen durch die „Aktion Grün“ Naturschützer, Landwirte, Kommunen, Bürger und Verbände in Rheinland-Pfalz in einem Aktionsbündnis für mehr biologische Vielfalt vernetzt werden. Die „Aktion Grün“ bestehe aus neun Programmteilen. Insgesamt stünden in den Jahren 2017 und 2018 je 2,5 Millionen Euro Landesmittel für die „Aktion Grün“ zur Verfügung.

Weitere Informationen zur „Aktion Grün“ sind abrufbar unter:

s.rlp.de/AktionGruen

By |Donnerstag, 6. April 2017|