(pm). Am 13. November 2012 informierte das „Handelsblatt“ über eventuelle Finanzprobleme von Flexstrom. Der Billigstromanbieter, mit 570.000 Kunden derzeit größter unabhängiger Anbieter, befinde sich bei allen vier großen Stromkonzernen nach häufigem Zahlungsverzug unter Beobachtung. Regionale Netzgesellschaften von Eon und RWE würden den Strom von Flexstrom laut Unternehmenskreisen derzeit nur gegen Vorkasse durch ihre Leitungen leiten. Andere Geschäftspartner ergriffen ebenfalls Vorsichtsmaßnahmen. Einer der vier Übertragungsnetzbetreiber, die den überregionalen Stromtransport organisieren, nannte dem Handelsblatt „diverse Unregelmäßigkeiten“, ein zweiter „Auffälligkeiten“ im Zahlungsverkehr.

Die Situation im Netzgebiet der Stadtwerke Speyer (SWS)

Flexstrom versorgt im Stromnetzgebiet der Stadtwerke Speyer GmbH (Speyer und Otterstadt) derzeit 76 Kunden. Die Zahlung der Netzentgelte ist auch bei den Stadtwerken nicht pünktlich eingegangen. Sollten Zahlungen der Entgelte – wie im Mai 2011 im Fall TelDaFax – wiederholt ausbleiben, wären die Stadtwerke gezwungen, die Lieferantenrahmenverträge für die Nutzung ihres Stromnetzes zu kündigen. Die weitere Versorgung mit Energie würde dann durch die SWS sichergestellt werden. Eventuell wären auch Kunden von FlexGas, einer Tochter der Unternehmensgruppe FlexStrom AG, betroffen (derzeit 35 Kunden im Erdgasnetzgebiet der SWS).