Fahrplanwechsel am 14. Dezember: VCD begrüßt neuen Rheinland-Pfalz-Takt

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Fahrplanwechsel am 14. Dezember: VCD begrüßt neuen Rheinland-Pfalz-Takt

Nach zehn Jahren Planungs- und Vorbereitungsarbeiten fällt mit dem Fahrplanwechsel am 14. Dezember 2014 der Startschuss für den Rheinland-Pfalz-Takt 2015. Wesentliches Rückgrat ist ein stark erweitertes landesweites Netz von Regionalexpress-Linien (RE). Die bisherigen Linien

  • RE 2 (Koblenz – Mainz – Frankfurt)
  • RE 3 (Frankfurt – Mainz – Idar-Oberstein – Saarbrücken)
  • RE 4 (Mainz – Ludwigshafen – Speyer – Karlsruhe)
  • RE 6 (Karlsruhe – Neustadt) und
  • RE 25 (Koblenz – Limburg – Gießen)

verkehren ab Fahrplanwechsel in verdichtetem (Stunden-)Takt und auch an Sams- und Sonntagen. Neu eingeführt wird der RE 1, das „große liegende U“ (Koblenz – Trier – Saarbrücken – Kaiserslautern – Mannheim). Zudem kann durch das neue Flügelkonzept stündlich umsteigefrei von Koblenz nach Luxemburg bzw. Saarbrücken gefahren werden.

Der VCD Rheinland-Pfalz begrüßt die Einführung des neuen RLP-Taktes und versteht ihn als wichtigen Beitrag zur Förderung einer nachhaltigen Mobilität. Dr. Helga Schmadel, Landesvorsitzende des VCD Rheinland-Pfalz: „Bisherige und zukünftige Zugfahrer können sich über ein attraktives RE-Angebot mit modernen neuen Zügen freuen.“

Deutliche Verbesserungen auch im Regionalbahnverkehr

Aber auch im Regionalbahnverkehr gibt es deutliche Verbesserungen: Die Eifel-Pellenz-Strecke und die Lahntalbahn verschmelzen zur Lahn-Eifel-Bahn und ermöglichen nun Fahrten von Diez bis Mayen ohne Umstieg. Hauptvorteil: Fahrgäste aus der Eifel und von der Lahn können umstiegsfrei bis ins Koblenzer Zentrum (KO-Stadtmitte) fahren.

„Wir gratulieren dem Land und den SPNV-Zweckverbänden für ihren Einsatz, trotz gekürzter Mittel, weiter auf den Schienenpersonennahverkehr zu setzen und wünschen dem Land, den Kommunen und nicht zuletzt der Umwelt eine erneute Verdoppelung der Fahrgastzahlen mt dem neuen Konzept“, so Dr. Schmadel weiter. Von den zahlreichen angekündigten Streckenreaktivierungen wurde bisher lediglich die Strecke Heimbach (Nahe) – Baumholder für den SPNV reaktiviert. Andere versprochene Strecken werden noch untersucht bzw. weiterhin politisch diskutiert, wie die Anschlussstrecken an die Kreisstädte Simmern und Daun. „Hier vermissen wir den politischen Willen und das Bekenntnis zu den Mobilitätsbedürfnissen in der Region“, kritisiert die VCD-Landesvorsitzende.

Attraktives öffentliches Verkehrsangebot ist der Schlüssel zur Sicherung der Mobilität auf dem Land

„Nicht zuletzt durch die demographische Entwicklung ist ein attraktives öffentliches Verkehrsangebot der Schlüssel zur Sicherung der Mobilität auf dem Land und damit zur Verringerung der Landflucht“, führt Dr. Schmadel aus. Der VCD fordert in diesem Zusammenhang mehr Engagement des Landes für eine Verbesserung des lokalen Busverkehrs, z.B. durch Förderung von Busneuanschaffungen: „In Rheinland-Pfalz fahren im Bundesvergleich die ältesten Busse und überdies in zahlreichen Orten nur noch als Schülerverkehr“, argumentiert die VCD-Vorsitzende.

By |Mittwoch, 10. Dezember 2014|