Beim 18. Fachkongress der kommunalen Energiebeauftragten diskutierten am 22. und 23. April 2013 in Mannheim rund 200 Fachleute aus ganz Deutschland zwei Tage lang zukunftsfähige Energiekonzepte in Kommunen und tauschten sich zu Energieeffizienz, Gebäudemanagement, Kooperation, Beratung und Öffentlichkeitsarbeit aus.

Der Kongress wurde organisiert vom Deutschen Institut für Urbanistik gemeinsam mit der gastgebenden Stadt Mannheim in Kooperation mit dem Arbeitskreis „Energiemanagement“ des Deutschen Städtetages, dem Deutschen Städtetag, dem Deutschen Städte- und Gemeindebund, dem Deutschen Landkreistag und dem Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft des Landes Baden-Württemberg. Die Experten tauschten in der Mannheimer Rheingoldhalle Erfahrungen aus und konnten an 19 verschiedenen Workshops und Exkursionen teilnehmen. Eine Fachausstellung begleitete den Kongress und bot eine Plattform für den Informationsaustausch und die Diskussion über innovative Produkte und zukunftsfähige Problemlösungen im Energiebereich. Der Schwerpunkt des Kongresses lag auf dem Thema „Zukunftsfähige Energiekonzepte in Kommunen“. Es wurde gezeigt, wie Kommunen mit Intelligenz und Kreativität sowohl ökonomische als auch ökologische Ziele in konkreten Maßnahmen und Projekten umsetzen können.

Die Mannheimer Umweltbürgermeisterin Felicitas Kubala eröffnete den Kongress und betonte: „Die Stadtentwicklung ist auf das Engste mit der Frage der Energieversorgung und mit zukunftsfähigen Konzepten verknüpft. Stadt und Energieversorger müssen gemeinsam diese Stellschraube nutzen, um mit lokalen und regionalen Maßnahmen, eine klimafreundliche Energiepolitik voran zu bringen.“

Energieeffizienz und Klimaschutz stehen auf Mannheims Agenda ganz weit oben. Die Stadt kann eine erfolgreiche Zwischenbilanz bei der Umsetzung ihrer Klimaschutzstrategien vorweisen. Durch das Zusammenwirken vieler Beteiligter wurden bereits zwei Drittel der Maßnahmen aus der Klimaschutzkonzeption 2020 umgesetzt. „Wenn wir unser anspruchsvolles Ziel, 40 Prozent Kohlendioxid-Minderung bis 2020 gegenüber 1990, erreichen wollen“, so Agnes Hähnel-Schönfelder von der Klimaschutzleitstelle der Stadt, „müssen wir alle Kräfte mobilisieren und das Engagement in Verwaltung, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft verstärken, damit Mannheim weiterhin erfolgreich Kurs auf die Klimaschutzziele halten kann.“

Die Geschäftsführerin der Klimaschutzagentur Mannheim, Tina Götsch, ergänzte: „Unsere Erfahrungen haben gezeigt, dass nicht nur technische Maßnahmen und Projekte wichtig sind für einen aktiven Klimaschutz, sondern dass wir insbesondere die Menschen als Klimaschutzpartner und Akteure mitnehmen müssen. Die neue Kampagne „Mannheim auf Klimakurs.Miteinander.Mittendrin“ will genau das bewirken.“ Die Bedeutung der Kommunen bei der Erschließung von Energieeinsparpotenzialen und der Steigerung der Energieeffizienz ist enorm. Ohne das Engagement der Städte und Gemeinden sind die hochgesteckten Ziele nicht zu schaffen. Aktives Energiemanagement hilft den Kommunen gleichzeitig dabei, ihre Klimaschutzziele zu erreichen und zur Entlastung der kommunalen Haushalte beizutragen.

„Vor dem Hintergrund der Energiewende sind zukunftsfähige Energiekonzepte eine aktuelle Herausforderung für die Kommunen. Denn sie müssen gleichzeitig Energieeinsparung und -effizienz, Potenziale der erneuerbaren Energien, Klimaschutz sowie ökonomische Aspekte berücksichtigen. Bei der Entwicklung und Umsetzung solcher Konzepte kann das kommunale Energiemanagement wichtige Beiträge leisten. Auf dem jährlich stattfindenden Kongress der kommunalen Energiebeauftragten werden dazu wichtige Impulse geliefert“, erklärte Cornelia Rösler vom Deutschen Institut für Urbanistik.

Mathias Linder (Arbeitskreis „Energiemanagement“, Deutscher Städtetag) fasste die Bedeutung des Kongresses zusammen: „Der Fachkongress der Energiebeauftragten ist das ideale Forum für alle Städte und Gemeinden, die die Energiewende in ihrem eigenen Liegenschaftsbestand umsetzen wollen. Es gibt keine andere Veranstaltung in Deutschland, bei der sich Kommunen so umfassend und objektiv über alle Themen rund um das Energiemanagement informieren können.“