Mannheim eBus

Dr. U. Maly, R. Bomba, Dr. P. Kurz und C. Specht (v.l.) in einem ersten Elektrobus mit „Primove“-Technologie. Foto: Stadt Mannheim

In Mannheim haben sich Rainer Bomba, Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS), und der Präsident des Deutschen Städtetags und Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg, Dr. Ulrich Maly, über den aktuellen Stand des Projekts „Primove Mannheim“ informiert. Anlässlich des Bundeskongresses „Nationale Stadtentwicklung“ präsentierten Mannheims Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz und Erster Bürgermeister und ÖPNV-Dezernent Christian Specht einen ersten elektrisch betriebenen und kabellos geladenen Bus, der in Mannheim bereits erprobt wird.

Das Unternehmen Bombardier entwickelt in seinem Mannheimer Kompetenzzentrum das induktive Ladesystem „Primove“, mit dem Elektrofahrzeuge ohne Stecker und Kabel Strom nachtanken können. So soll ab 2014 eine zentrale Mannheimer Buslinie rein elektrisch betrieben werden. Die Busse sollen dann an den Endhaltestellen sowie an einigen Haltepunkten auf der Strecke kabellos geladen werden. Gleichzeitig soll in Lieferfahrzeugen die Tauglichkeit des Systems für den Individualverkehr erprobt werden. Dafür hat das BMVBS im Februar 3,3 Millionen Euro bereitgestellt.

Aktuell wird die Fläche einer ehemaligen Kaserne der US-Streitkräfte in Mannheim als Testgelände für das Primove-System genutzt. Die Teilnehmer des Kongresses „Nationale Stadtentwicklung“ konnten sich vor Ort über die neue emissionsarme Mobilität informieren. Projektpartner von „Primove Mannheim“ sind das Verkehrsunternehmen Rhein-Neckar Verkehr GmbH (RNV), Bombardier Transportation, das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und die Stadt Mannheim.