Eberbach: „Freigänger-Katzen“ kastrieren und registrieren lassen

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Eberbach: „Freigänger-Katzen“ kastrieren und registrieren lassen

Aus gegebenem Anlass möchte die Stadt Eberbach gemeinsam mit dem Tierschutzverein und der Tierhilfe Eberbach an alle verantwortungsvollen Katzenbesitzer appellieren, ihre „Freigänger-Katzen“ kastrieren und registrieren zu lassen. Dieser gemeinsame Aufruf erfolgt aufgrund der beobachteten, stetig steigenden Anzahl frei lebender Katzen in der Stadt und den Ortsteilen.

Unkontrollierte Vermehrung von frei lebenden und verwilderten Katzen eindämmen

Seit vielen Jahren bemühen sich der Tierschutzverein und die Tierhilfe, die unkontrollierte Vermehrung von frei lebenden und verwilderten Katzen einzudämmen. Die Tiere – allesamt Nachkommen von nicht kastrierten, privaten Hauskatzen – werden mit Fallen eingefangen, tierärztlich versorgt und vor allem kastriert. Dann werden die Katzen wieder da entlassen, wo sie aufgegriffen wurden, wenn gesichert ist, dass die Tiere weiterhin versorgt werden. Das sind meistens Orte, an denen bereits verwilderte Katzen leben und die vom Verein und ehrenamtlichen Tierfreunden betreut werden. Das Aussetzen an den gewohnten Platz ist sinnvoll, denn die Tiere sind zu scheu für ein Leben im Haus und können somit auch nicht vermittelt werden.

Doch auch dort, wo frei lebende Katzen eingefangen, kastriert und wieder ausgesetzt werden, sorgen wiederum nicht kastrierte private Hauskatzen mit Freigang für weitere Vermehrung. Dies stellt ein enormes Tierschutzproblem dar.

Durch Überpopulation steigt Risiko der Übertragung von Infektionen und Krankheitserregern

Unkastrierte Katzen können sich zwei- bis dreimal im Jahr fortpflanzen – bei vier bis sechs Jungen pro Wurf steigt die Zahl sprunghaft an. Durch Überpopulation steigt das Risiko der Übertragung von Infektionen und Krankheitserregern. Krank, ausgemergelt und extrem scheu führen sie ein leidvolles Dasein, das geprägt ist vom tagtäglichen Kampf ums Überleben.

Katzenpopulationen, die sich unkontrolliert vermehren, sind nicht nur ein Problem der „öffentlichen Ordnung“, da sie beispielsweise auch im Straßenverkehr eine Gefahr darstellen. Sie können auch Infektionen oder andere Krankheitserreger auf die in menschlicher Obhut lebenden Freigängerkatzen übertragen, z.B. Katzenschnupfen, Katzenseuche, Spul- und Bandwürmer, Flöhe sowie Toxoplasmose-Erreger, die auch auf den Menschen übertragen werden können. Katzenhalter mit unkastrierten Freigängern sollten sich dieser Problematik bewusst sein und sich für eine Kastration ihres Tieres entscheiden.

By |Freitag, 28. November 2014|