Bürgermeister-Konferenz in New York: Als einzige europäische Stadt war Mannheim vertreten

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Bürgermeister-Konferenz in New York: Als einzige europäische Stadt war Mannheim vertreten

Mannheims Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz war Gast der Innovationskonferenz „CityLab – urban solutions to global challenges“ vom 6. – 8. Oktober in New York. Sie wurde gemeinsam vom Aspen Institute, der Bloomberg-Stiftung und dem amerikanischen Magazin „The Atlantic“ auf Initiative des New Yorker Bürgermeisters Michael Bloomberg veranstaltet, der Gastgeber und Einladender der Konferenz war. Oberbürgermeister Kurz war aufgrund der in europäischen Fachkreisen präsenten Verwaltungsreform Change² und dem Engagement Mannheims um die Fragen der lokalen Demokratie als Gast eingeladen worden.

Das CityLab befasste sich mit der Leitfrage, wie Stadtverwaltungen innovativer werden können. Dabei ging es vor allem darum, von anderen Städten zu lernen und neue Konzepte zu entwickeln, um globalen Herausforderungen in den Bereichen Wirtschaft, Umwelt sowie Bildung zu begegnen, und Lebensqualität für die Bürger in den Städten zu sichern. 30 Stadtverwaltungschefs aus aller Welt, Wissenschaftler und Berater sowie Experten aus Verwaltungen nahmen teil.

„Die Konferenz bietet Bürgermeistern und deren Partnern aus der ganzen Welt eine optimale Plattform, um sich auszutauschen, was es bedarf, um eine innovative und nachhaltige Stadtentwicklung zu erreichen“, beschreibt Bloomberg die Intention der Konferenz. „Ich glaube an die Stärke der Städte, um gemeinsam innovative Lösungen für viele unserer globalen Herausforderungen zu finden“. Tagungsgäste waren u.a. der ehemalige US-Vizepräsident Al Gore, der die Anwesenden aufforderte, lokale Lösungen für die globalen Herausforderungen des Klimawandels zu suchen und Richard Florida, der weltweit zum ersten Mal empirisch den Zusammenhang von kreativen Menschen in Städten und wirtschaftlicher Entwicklung aufgezeigt hatte.

„Wir werden eine Fülle von Anregungen und Konzepten aus dem sehr dichten, hochrangigen und intensiven Programm nach Mannheim mitnehmen. Für uns war die Anwesenheit als einzige europäische Stadt hier Ehre und Chance. Interessant war, dass alle Teilnehmer die soziale Kluft in den Städten, die Integration und Bildungsgerechtigkeit als zentrale Herausforderung sehen. Bei allen kulturellen Unterschieden sind die Gemeinsamkeiten erstaunlich“, fasst Dr. Kurz die Erkenntnisse zusammen. Einmal mehr wurde zudem deutlich, wie sehr großstädtische Lebensqualität der entscheidende Faktor für Wohlstand in der Zukunft sei, so sein Fazit.

Hintergrundinformation

Die Innovationskonferenz „CityLab – urban solutions to global challenges“ („Zukunftswerkstatt der Städte – lokale Lösungen für globale Herausforderungen“) wurde gemeinsam vom Aspen Institute, den Bloomberg Philanthropies und The Atlantic veranstaltet. Das Aspen Institute ist eine internationale Non-Profitorganisation, Bloomberg Philanthropies eine Stiftung, die sich mit urbanen Herausforderungen befasst. The Atlantic ist eine 1857 in Massachusetts gegründete Zeitschrift, die Artikel und Kommentare zur Politik und Außenpolitik und Rezensionen enthält.

Die Hälfte der Weltbevölkerung lebt in Städten. Diese Städte sind der Motor für Wachstum, Wirtschaft und Produktivität und sind dadurch für den Verbrauch von Ressourcen maßgeblich verantwortlich. Deshalb ist Stadtentwicklung für das Wohlbefinden der Weltbevölkerung von großer Bedeutung. Ziel der Konferenz ist es, Informationen und Erfahrungen auszutauschen, um fundierte Strategien zur Stadtentwicklung und zu sozialen, ökonomischen und ökologischen Themen entwickeln zu können.

By |Donnerstag, 10. Oktober 2013|