„Welchen Wert hat Ihre Leber?“ – Patiententag am 18. November in der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg

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„Welchen Wert hat Ihre Leber?“ – Patiententag am 18. November in der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg

Prof. Dr. Stremmel

Prof. Dr. Wolfgang Stremmel, Ärztlicher Direktor der Abteilung Gastroenterologie, Infektionskrankheiten und Vergiftungen der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg, beantwortet beim Patiententag die Fragen der Besucher. Foto: Universitätsklinikum Heidelberg

(pm). Am Sonntag, 18. November 2012, lädt die Medizinische Universitätsklinik Heidelberg (Im Neuenheimer Feld 410) die interessierte Bevölkerung zu einem Patiententag unter dem Motto „Welchen Wert hat Ihre Leber?“ ein. Von 11.00 – 13.00 Uhr informieren die Gastroenterologen des Universitätsklinikums in Vorträgen und persönlichen Gesprächen über Vorbeugung, Früherkennung und Behandlung von Lebererkrankungen. Anlass ist der 13. Deutsche Lebertag, der von der Deutschen Leberstiftung, der Deutschen Leberhilfe und der Gastro-Liga bundesweit ausgerichtet wird. Die Teilnahme ist kostenlos.

Leberkrankheiten verlaufen häufig ohne eindeutige Symptome

Das diesjährige Motto des Deutschen Lebertages weist darauf hin, dass die meisten Menschen ihrer Leber nur wenig Aufmerksamkeit widmen. Aber Lebererkrankungen können jeden treffen und verlaufen häufig ohne eindeutige Symptome. Es ist daher wichtig, seine Leberwerte zu kennen und regelmäßig kontrollieren zu lassen. Sie helfen dabei, Probleme der Leber früh zu erkennen und zu behandeln. Zuverlässig Auskunft gibt schon ein einfacher Bluttest: Dazu bestimmt der Arzt z.B. die Menge des Enzyms GPT (Glutamat-Pyruvat-Transaminase) oder anderer Marker im Blut. Sind die Werte erhöht, weist dies auf eine Lebererkrankung hin.

„Lebererkrankungen lassen sich in einem frühen Stadium meist gut behandeln und durch Änderungen des Lebensstils positiv beeinflussen. Die Chancen stehen dann gut, dass die Erkrankung vollständig ausheilt und keine schweren Spätschäden wie Leberzirrhose oder Leberkrebs auftreten“, erklärt Prof. Dr. Wolfgang Stremmel, Ärztlicher Direktor der Abteilung Gastroenterologie, Infektionskrankheiten und Vergiftungen der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg.

Neue Therapien der Virushepatitis erhöhen Chance auf Heilung

Im Vortrag „Volkskrankheit Fettleber – Sind Sie betroffen?“ gehen die Heidelberger Experten darüber hinaus auf eine immer häufiger auftretende Ursache chronischer Leberentzündungen ein und geben Tipps zur Vorbeugung. Ein weiteres Thema sind aktuelle Entwicklungen in der Behandlung der Virushepatitis: In den letzten Jahren haben neue Medikamente zu einer deutlichen Verbesserung der Heilungsrate der chronischen Virus-Hepatitis B und C geführt. „Hier liegt eine große Chance für Tausende von Patienten, denen in den letzten Jahrzehnten nicht geholfen werden konnte!“, erklärt Prof. Stremmel, der sich beim Patiententag den Fragen der Besucher stellt.

Die häufigsten Ursachen von Leberschäden sind übermäßiger Alkoholkonsum, falsche Ernährung und chronische Virushepatitis B oder C. In Deutschland leidet heute etwa jeder vierte Erwachsene an einer alkoholischen oder nicht alkoholischen Fettleber; ca. eine Million Menschen sind chronisch mit dem Hepatitis B- oder Hepatitis C-Virus infiziert. Ersten Veränderungen des Lebergewebes z.B. durch Fetteinlagerungen oder Entzündungen folgen Vernarbungen (Leberzirrhose) und oft auch Krebs: Rund 5.000 Menschen in Deutschland erkranken jedes Jahr neu an Leberkrebs, Tendenz steigend.

By |Montag, 12. November 2012|