Wenn alles klappt, wird im Buchener Rathaus bald nur noch Fairtrade-Kaffee getrunken. Denn auf Initiative des Vereins ‚Eine Welt’ soll die Stadt schon bald zur „Fairtrade-Town“ werden. Der Gemeinderat stimmte bereits einer Beteiligung an der Aktion geschlossen zu.

Die Kampagne „Fairtrade Towns“ ist eine weltweit erfolgreiche Aktion des Vereins „Transfair“ für mehr Gerechtigkeit im Handel. Bislang beteiligen sich daran rund 1.000 Städte in 22 Ländern; in Deutschland sind es bislang etwa 50 Städte und Gemeinden. Allerdings: „Weder im Neckar-Odenwald-Kreis noch in den Landkreisen Main-Tauber oder Miltenberg gibt es das bisher“, so Elisabeth Hirthamer vom Weltladen. Der Titel „Fairtrade-Town“ wird an Kommunen vergeben, die sich in besonderer Weise für den fairen Handel einsetzen. Ziel der Kampagne ist es, Vertreter aus Handel, Verwaltung und der Bevölkerung zusammenzubringen, damit diese in ihrer Gemeinde fairen Handel sichtbar machen und ein Zeichen setzen gegen Armut in der Welt.

Grundsätzlich müssen einige Kriterien erfüllt sein, um sich „Fairtrade-Town“ bezeichnen zu können: So muss z.B. ein Beschluss der Kommune vorliegen, bei allen Sitzungen des Gemeinderats und seinen Ausschüssen sowie im Bürgermeisterbüro Fairtrade-Kaffee sowie ein weiteres Produkt aus fairem Handel zu verwenden. Ferner müssen in zumindest vier Einzelhandelsgeschäften und zwei Gastronomiebetrieben Fairtrade-Produkte angeboten werden. Außerdem müssen mindestens eine Schule, ein Verein und eine Kirche Produkte anbieten. Einige Kriterien werden in Buchen bereits erfüllt. An den anderen arbeitet man nun, um möglichst bald die Zulassung zu erhalten.

Quelle: Aktuelle Meldungen der Stadt Buchen