Bergstraße: ZAKB und Hessen-Forst setzen gemeinsam auf regenerative Energie

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Bergstraße: ZAKB und Hessen-Forst setzen gemeinsam auf regenerative Energie

Bergstraße ZAKB

Foto: ZAKB

(pm). Weg von traditionellen Brennstoffen, hin zu alternativen Lösungen: Der Zweckverband Abfallwirtschaft Kreis Bergstraße (ZAKB) unterstützt die Entwicklung auf dem Energiesektor und setzt dabei auf Innovation und Kooperation. In der Zentrale des Verbandes in Lampertheim-Hüttenfeld wurde jetzt ein Vertrag mit dem Landesbetrieb Hessen-Forst unterzeichnet. Ziel ist, einen Brennstoff für Holzfeueranlagen kleinerer und mittlerer Leistungsstärken dauerhaft in ausreichender Menge und gleichbleibender Qualität zu liefern.

Gerhard Goliasch vom Zweckverband erklärt: „Um saisonale Schwankungen im Jahresverlauf in Menge und Materialbeschaffenheit auszugleichen, hat der ZAKB mit Hessen-Forst einen regional aktiven und kompetenten Partner gewonnen.“ Vor Ort ist das Forstamt Lampertheim in die Zusammenarbeit eingebunden. Goliasch erklärt: „Die Hackschnitzel werden in Wäldern rund um Lampertheim, Viernheim, Lorsch und Bürstadt im Zuge von Pflegemaßnahmen in jungen Kiefernbeständen gewonnen.“ Eine Maßnahme, die zugleich zur Stabilität der Waldbestände beiträgt. Gerhard Goliasch weist auf ein weiteres ökologisches Plus der Kooperation hin: „Das Erzeugen und Nutzen von Hackschnitzel in der Region führt zu kurzen Transportwegen und geringerer Umweltbelastung.“

Die hochwertigen, homogenen Brennstoffe, die bei der Vermischung und bedarfsgerechten Aufbereitung von Hölzern aus den umliegenden Wäldern entstehen, können auch bestens in kommunalen Holzhackschnitzelanlagen zu Wärmeenergie umgewandelt werden. Eine solche Anlage nimmt der ZAKB in Kürze auf dem Gelände des Kreiskrankenhauses Bergstraße (KKH) in Heppenheim in Betrieb. Angeschlossen werden das KKH, die benachbarte Vitos-Klinik und ein Nahwärmenetz. Fast 80 Prozent der dort benötigten Energie wird aus Biomasse gewonnen. Knapp 2.500 Tonnen Brennstoff sind hierzu im Jahr erforderlich, ein Drittel davon kommt von Hessen-Forst.

Um ausreichend Biomassebrennstoffe liefern zu können, hat der ZAKB in eigener Regie die Infrastruktur zur Aufbereitung der bei der Landschaftspflege anfallenden Hölzer geschaffen: Am Standort Hüttenfeld ist eine Lager- und Aufbereitungshalle errichtet worden, zudem gibt es dort eine Anlage zum Trocknen von Holzbrennstoffen, genutzt wird die Abwärme des Deponiegasmotors. Auch wurde die Logistik optimiert. „Wir haben ein in sich schlüssiges und ökologisch sinnvolles Gesamtkonzept entwickelt, das dem zunehmenden Bedarf an regenerativer Energie auch in unserer Region gerecht wird“, sagt Goliasch beim ZAKB.

By |Freitag, 6. Juli 2012|