Bahn-Güterverkehr auf eine eigene Trasse. Umweltverbände begrüßen Vorschlag von Landrat Wilkes

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Bahn-Güterverkehr auf eine eigene Trasse. Umweltverbände begrüßen Vorschlag von Landrat Wilkes

(pm). Die Kreis- und Regionalverbände Bergstraße und Rhein-Neckar-Odenwald des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) sowie das Umweltforum Mannheim begrüßen grundsätzlich den von Landrat Matthias Wilkes neu eingebrachten Lösungsansatz. Auch die Umweltverbände fordern den Schutz der in der Region lebenden Menschen vor einer weiteren, starken Zunahme des Güterzuglärms. Der Bau einer neuen Güterverkehrstrasse anstelle einer ICE-Hochgeschwindigkeitsstrecke kann deutlich besser und mehr Menschen vor Zuglärm schützen, wenn dafür eine besonders geeignete Trasse gewählt wird.

„Auch wenn manche Detailfragen noch offen sind, bieten wir Umwelt- und Verkehrsverbände unsere Mitarbeit an“, sagt Guido Carl, BUND-Sprecher der Metropolregion Rhein-Neckar, und ergänzt: „Schließlich sind im Gegenzug zum verbesserten Lärmschutz auch erhebliche Natureingriffe zu erwarten.“ Um die Verkehrswende und die Verbesserung der Schieneninfrastruktur voranzubringen, unterstützen die Umweltschützer die von Matthias Wilkes vorgeschlagene Vorgehensweise und erwarten, dass die Verbände noch vor Erstellung zu der vom Bundesverkehrsministerium in Auftrag gegebenen „Korridorstudie“ gehört und daran beteiligt werden.

Hintergrund

Landrat Matthias Wilkes hat unter der Überschrift „Vorfahrt für ICE und S-Bahn durch neue Kapazitäten für den Güterverkehr“ im Mai 2012 ein Thesenpapier veröffentlicht, in dem er fordert, anstelle der bisher geplanten ICE-Neubautrasse Frankfurt-Mannheim eine reine Güterverkehrstrasse zu bauen. Auf den vorhandenen Trassen frei werdende Kapazitäten sollen dann ICE und S-Bahn zugute kommen. Aktuell soll das Thesenpapier als gemeinsame Position im Kreis Bergstraße und in der Metropolregion Rhein-Neckar verabschiedet werden.

By |Freitag, 14. Dezember 2012|