(pm). Im Rahmen des Lärmsanierungsprogamms an bestehenden Schienenwegen des Bundes errichtet und plant die Deutsche Bahn in Baden-Württemberg derzeit an 21 Orten insgesamt 36 Kilometer Schallschutzwände. „Mit den vielen schon abgeschlossenen Maßnahmen und den neu in Angriff genommenen Schallschutzwänden kommen wir beim Lärmschutz in Baden-Württemberg ein gutes Stück voran. Viele Anwohner entlang von Bahnstrecken profitieren bereits vom ausgeweiteten Lärmschutz und in Zukunft werden es noch mehr sein“, so Eckart Fricke, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG für das Land Baden-Württemberg.

Für diese Lärmsanierungsmaßnahmen werden in Baden-Württemberg in diesem und in den kommenden Jahren rund 46 Millionen Euro investiert. So wurden z.B. im Filstal in den vergangenen zweieinhalb Jahren Schallschutzwände mit einer Gesamtlänge von insgesamt 11.700 Metern und einem Aufwand von nahezu 17 Millionen Euro errichtet. In der Metropolregion Rhein-Neckar werden in 2012 noch die Schallschutzwände in Laudenbach und Hemsbach fertig. In 2013 entstehen Schallschutzwände u.a. in der Ortsdurchfahrt in Heidelberg-Schlierbach sowie im Knoten Mannheim, wo die Arbeiten schon seit diesem Jahr laufen.

2011 wurden aus Bundesmitteln insgesamt 145 Millionen Euro für Lärmschutz investiert

Bundesweit sind von rund 3.400 Streckenkilometern des Lärmsanierungsprogramms inzwischen etwa 30 Prozent saniert. Insgesamt sind in den vergangenen Jahren 413 Kilometer Schallschutzwände entstanden. Im Jahr 2011 wurden bundesweit insgesamt 145 Millionen Euro aus Bundesmitteln für Lärmschutz investiert. Hierzu zählte auch die Erprobung innovativer Lärmschutzmaßnahmen am Fahrweg, wie Schienenstegdämpfer oder niedrige Lärmschutzwände. Finanziert wurden diese Maßnahmen im Rahmen der Konjunkturprogramme des Bundes.

Mit dem seit 1999 von der Bundesregierung geförderten Programm „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen des Bundes“ wurde die finanzielle Möglichkeit geschaffen, Schallschutzmaßnahmen auch entlang vorhandener Schienenwege umzusetzen. Vorher war das nur bei Neubaustrecken möglich. Aktuell stehen dem Programm jährlich Haushaltsmittel in Höhe von 100 Millionen Euro zur Verfügung. Bei der Lärmsanierung handelt es sich um eine freiwillige Leistung des Bundes. Bundesweit sind aktuell in 1.485 Ortslagen Lärmsanierungsmaßnahmen in Planung, im Bau oder bereits abgeschlossen.