„Ich werde von einem furchterregenden Monster verfolgt. Kurz bevor es zupackt, wache ich schweißgebadet auf.“ So oder so ähnlich kann ein Albtraum aussehen, der Sie nachts aus dem Schlaf schrecken lässt. In der Bevölkerung leiden ca. fünf Prozent der Erwachsenen unter regelmäßigen Albträumen. Obwohl die Auswirkungen der Albträume auf den Schlaf und auf die Stimmung sowie Leistungsfähigkeit am Tage schwerwiegend sein können, suchen – nach einer aktuellen Studie des Mannheimer Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) – nur ungefähr 10 – 25 Prozent aller betroffenen Personen professionelle Hilfe.

In einer weiteren Studie stellte sich heraus, dass nur einem Drittel der Albträumer wirklich geholfen werden konnte. Das heißt, viele Menschen, die unter Albträumen leiden, finden keine geeignete Anlaufstelle für ihre Beschwerden und werden daher nicht oder nur unzureichend behandelt. Und das, obwohl eine einfach anwendbare Technik zur Verfügung steht, die Albträume zu besiegen. Aus diesen Gründen hat das Schlaflabor des ZI dieses Thema für seine Forschung aufgegriffen.

Aktuell wird im Wissenschaftlichen Schlaflabor eine Studie durchgeführt, an der betroffene Personen mit Albträumen teilnehmen können. Die Teilnehmer sollten im Alter zwischen 18 und 55 Jahren sein und die Albträume mindestens einmal pro Woche auftreten. Bei Teilnahme an der Studie wird der Schlaf in drei aufeinander folgenden Nächten zu Hause mit einem ambulanten Messgerät erfasst. Ein Mitarbeiter des ZI kommt am Abend, um die Messelektroden anzubringen; am nächsten Morgen werden die Elektroden wieder entfernt und die Messdaten analysiert. Die Teilnehmer erhalten dann eine Schlafauswertung und zusätzlich wird eine Therapiesitzung zum Umgang mit den Albträumen angeboten.

Interessierte können sich zwischen 8.30 und 15.30 Uhr im Schlaflabor melden unter:
Telefon 06 21/17 03-17 83

Ansprechpartner für die Studie ist der Psychologe Franc Paul. Eine Kontaktaufnahme ist auch per Mail möglich mit dem Betreff „Albträume“ an:
franc.paul@zi-mannheim.de