Abfallbilanz 2011: Heidelberg punktet mit niedrigen Gebühren, guter Abfalltrennung und Wertstoffquote

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Abfallbilanz 2011: Heidelberg punktet mit niedrigen Gebühren, guter Abfalltrennung und Wertstoffquote

Heidelberg Abfalltonnen

In punkto Abfalltrennung liegt Heidelberg ganz vorne. Foto: Stadt Heidelberg

(pm). Niedrige Gebühren, gute Abfalltrennung und hohe Wertstoffquoten: In der Abfallbilanz 2011 des baden-württembergischen Ministeriums für Umwelt, Naturschutz und Verkehr steht Heidelberg im landesweiten Vergleich sehr gut da. Das Ministerium hat die neuesten Zahlen der 44 Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg im August 2012 veröffentlicht.

Hier punktet die Heidelberger Abfallwirtschaft

Niedrige Abfallgebühren: Die Abfallgebühren liegen in Heidelberg – inklusive einer Bioabfalltonne – mit 118 – 152 Euro für einen Vier-Personen-Haushalt (ohne Bioabfalltonne 95 – 104 Euro) unter dem landesweiten Durchschnittswert von 149,67 Euro im Jahr 2011. Die Heidelberger Abfallgebühren sind seit Jahren auf diesem niedrigen Niveau stabil.

Sehr gute Abfalltrennung: Im Vergleich mit anderen Großstädten in Ballungsräumen (Karlsruhe, Stuttgart und Mannheim) weist Heidelberg mit 142 kg je Einwohner und Jahr die geringsten Abfallmengen an Rest- und Sperrmüll auf (landesweiter Durchschnitt: 144 kg je Einwohner und Jahr).

Hohe Wertstoffquoten: Die Wertstofftrennung der Heidelberger Haushalte und Gewerbebetriebe ist ebenfalls sehr gut – sie haben 2011 insgesamt 194 kg Wertstoffe pro Einwohner eingesammelt (Landesdurchschnitt: 165 kg Wertstoffe pro Einwohner). Zu den Wertstoffen zählen z.B. Glas, Papier, Kunststoffe und Metalle.

Erfolgreiche Strategien

Papiertonne: Die Zahlen zeigen, dass Heidelberg den richtigen Weg eingeschlagen hat, als die Stadt 2006 die öffentlichen Papiercontainer abgeschafft und die grundstücksbezogenen Papiertonnen eingeführt hat. Mit 85 kg Papier pro Einwohner und Jahr liegt die Papiermenge über dem landesweiten Durchschnitt.

Glascontainer: Das dichte Netz der rund 200 öffentlichen Glascontainer sorgt dafür, dass Heidelberg über dem landesweiten Durchschnitt bei der Sammlung von Altglas liegt. Im Jahr 2011 kamen pro Kopf 30 kg Altglas zusammen (Durchschnitt Baden-Württemberg: 26 kg Altglas pro Einwohner). Die einzelnen Standorte der öffentlichen Glascontainer sind leicht über den Stadtplan unter www.heidelberg.de zu finden.

Sondermüll/Problemstoffe: Der Vergleich der Sonderabfallmengen zeigt, dass Heidelberg 2011 eine sehr hohe Getrennterfassungsquote der Problemstoffe erreicht hat (1,7 kg pro Einwohner). Der landesweite Durchschnitt liegt bei 0,7 kg pro Einwohner. Zu den Problemstoffen werden z.B. die Haushaltchemikalien, aber auch Batterien, Lacke und Farben gezählt.

Gutes und flexibles Angebot

Das sehr gute Abschneiden im landesweiten Vergleich stellt dem Abfallwirtschaftskonzept der Stadt Heidelberg ein gutes Zeugnis aus. Im Vergleich zu anderen Städten und Landkreisen in Baden-Württemberg, ja sogar im Bundesgebiet, bietet Heidelberg seinen Bewohnern sehr gute, umfassende abfallwirtschaftliche Leistungen:

Entsorgung nach eigenen Erfordernissen mitgestalten: Die Heidelberger können zwischen verschiedenen Tonnengrößen und Abholrhythmen (wöchentlich, 14-täglich oder nach Bedarf) wählen.

Anreiz zur Mülltrennung: Die Heidelberger Abfallgebühren bieten für private und gewerbliche Kunden zahlreiche Anreize zur Abfallvermeidung. Mit einer korrekten Abfalltrennung können die individuellen Gebühren und Kosten in großem Maße selbst gestaltet werden.

Voll- und Teilservice: Alle Behälter können auf Wunsch der Nutzer entweder im Vollservice durch die Mitarbeiter der Stadt vom Grundstück abgeholt und wieder zurückgestellt werden – oder die Nutzer erledigen dies selbst und zahlen eine entsprechend geringere Gebühr. Auch das ist in vielen Kommunen nicht selbstverständlich.

Sperrmüll zweimal jährlich kostenlos: Jeder Haushalt kann zweimal im Jahr kostenlos seinen Sperrmüll abholen lassen. Es gibt ein- bis zweimal in jedem Monat einen Termin zur Auswahl in den Stadtteilen.

Recyclinghöfe: Im Stadtgebiet gibt es insgesamt vier Recyclinghöfe, bei denen wöchentlich 45 Stunden (40 Stunden pro Woche bei den drei Außenhöfen) Wertstoffe angeliefert werden können.

Die Landesabfallbilanz 2011 kann beim Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr heruntergeladen werden. Weitere Informationen zum Thema Abfall gibt es bei der Stadt Heidelberg unter www.heidelberg.de/abfall.

By |Mittwoch, 29. August 2012|