11. Tag der Selbsthilfegruppen Viernheim und Kreis Bergstraße am 30. September

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11. Tag der Selbsthilfegruppen Viernheim und Kreis Bergstraße am 30. September

Viernheim Selbsthilfetag 2012

Foto: Stadt Viernheim

(pm). Am Sonntag, 30. September 2012 (10.00 – 16.00 Uhr) findet der 11. Tag der Selbsthilfegruppen von Viernheim und des Kreises Bergstraße statt. In Viernheim beteiligen sich insgesamt 24 Selbsthilfegruppen, angefangen von Leben nach Krebs, Schlaganfall und Morbus Crohn, über Adipositas, Borreliose und ADS bis hin zu Epilepsie, Parkinson und Sternenkinder.

Der Selbsthilfetag in Viernheim findet im Bürgerhaus (Foyer, großer Saal und VHS-Saal) statt und wird ergänzt von fünf Fachvorträgen (10.30 – 14.30 Uhr). Offiziell eröffnet wird der Selbsthilfetag um 10.00 Uhr durch Bürgermeister Matthias Baaß und Caritas-Direktor Dr. Werner Veith. Mit dabei ist die Parkinson-Selbsthilfegruppe mit gymnastischen Übungen zum Mitmachen. Musikalisch umrahmt wird der offizielle Eröffnungsteil durch Gerhard Knapp am Flügel.

Bürgerschaftliches Engagement auch im Gesundheitsbereich ausgeprägt

Bürgermeister Matthias Baaß liegt bürgerschaftliches Engagement sehr am Herzen, das es in Viernheim auch im Gesundheitsbereich in vielfältiger Form gibt. „Im Vergleich zu anderen Engagementfeldern, etwa Sport, Jugendarbeit oder Kultur, scheint es bundesweit jedoch immer noch weniger Beachtung zu finden. Unter dem Aspekt der Debatte um den stattfindenden Wandel des bürgerschaftlichen Engagements und der Entwicklung hin zur Bürgerkommune bekommt die ehrenamtliche Arbeit im Selbsthilfebereich aber zusehends Aufmerksamkeit. Sie dient als Vorbild für die Art und Weise, wie Alltagssolidarität entsteht und schließlich in gesellschaftliche Verantwortung mündet“, so Baaß.

Gerade für chronisch Kranke ist die Mitarbeit in einer Selbsthilfegruppe oftmals der erste Schritt, um aus einer als hoffnungslos empfundenen Situation heraus zu kommen und das eigene Leben trotz Krankheit wieder aktiv zu gestalten. Die Gruppen mit Gleichbetroffenen bieten den einzelnen Mitgliedern seelischen Halt und stärken das Selbstvertrauen. Sie ermutigen, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen und machen den Betroffenen Mut, alte, eingefahrene Verhaltensweisen aufzugeben und neue Wege zu finden. „Die Mitglieder von Selbsthilfegruppen verfügen als Experten in eigener Sache über einen Fundus an durchlebter Erfahrung und Wissen, der auch von ärztlicher Seite und der Gesundheits-Forschung geschätzt wird. Sie leisten einen unverzichtbaren Beitrag im Bereich der Prävention, der gesundheitlichen Aufklärung und fördern die Zusammenarbeit und Solidarität aller Akteure“, würdigt Baaß die Arbeit der Selbsthilfegruppen.

„Selbsthilfe ist mehr!“

Insgesamt gibt es ca. 150 Selbsthilfegruppen im Kreis Bergstraße. Engagierte Menschen, die sich zusammenfinden, weil Krankheit oder schwierige Lebensumstände ihr Leben bestimmen. Ob es sich um eine chronische Erkrankung handelt oder ein gesellschaftliches Problem: Selbsthilfegruppen bieten einen geschützten Rahmen, um sich auszutauschen und gemeinsam Lösungswege zu finden.

„Aber Selbsthilfe ist viel mehr. In der Gruppenarbeit geht es, neben dem Informations- und Erfahrungsaustausch, um gegenseitige Hilfe innerhalb der Gruppe und Hilfe für außen stehende Gleichbetroffene, um Gruppengemeinschaft und Geselligkeit, um Wissenserwerb und gemeinsames Lernen, um Öffentlichkeitsarbeit und Interessenvertretung“, betont Dr. Werner Veith, Direktor des Caritasverbandes Darmstadt e.V. Gefördert und unterstützt wird dieser vielbeachtete Aktionstag der Selbsthilfegruppen durch die Krankenkassenvereinigung (Selbsthilfeförderung) in Hessen (GKV). Veranstalter sind die Selbsthilfegruppen von Viernheim und des Kreises Bergstraße in Zusammenarbeit mit KISS (Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen Viernheim) und der Selbsthilfekontaktstelle im Kreis Bergstraße.

Weitere Informationen:

Horst Stephan (KISS), Telefon: 0 62 04/98 84 07 oder horst.stephan@viernheim.de

Maritta Eckert-Geiß (Caritasverband Darmstadt e.V.), Selbsthilfekontaktstelle Kreis Bergstraße, Telefon: 0 62 52/99 01-28 oder m.eckert-geiss@caritas-bergstrasse.de

 

Fachvorträge

  • Tiergestützte Therapie (10.30 Uhr). Vortrag der Parkinson-Selbsthilfegruppe, Referentin: Natascha von Born, Logopädin.
  • Was hat Gender Mainstreaming mit Sucht zu tun? (11.15 Uhr). Vortrag der Sucht-Selbsthilfegruppen Anonyme Alkoholiker, Freundeskreise, Guttempler und Kreuzbund. Referent: Hans Gasper, Diözesan-Männerbeauftragter, Kreuzbund DV Mainz e.V.
  • Biologische Therapien bei Krebs (13.00 Uhr). Vortrag der Selbsthilfegruppe „Leben mit und nach Krebs“. Referent: Claus Witteczek, Beratender Arzt der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e.V.
  • Die Bornavirus-Borreliose- Mischinfektion (13.45 Uhr). Vortrag der Selbsthilfegruppe Infektionen mit Bornavirus, Borreliose & Co., Bensheim. Referentin: Christel Schmedt, 2. Vorsitzende des Bundesverbands Zeckenkrankheiten e.V.
  • Diabetes-Medikamente im Wandel der Zeit (14.30 Uhr). Vortrag der Diabetes-Selbsthilfegruppe Viernheim. Referent: Dr. med Arne Krehan, Facharzt für Allgemeinmedizin, Diabetologe DDG, Notfallmedizin.

Hinweis

Am Samstag, 22. September 2012 (9.00 – 12.00 Uhr) sind die Viernheimer Selbsthilfegruppen auf dem Wochenmarkt in der Schulstraße vertreten. Am Infostand der Stadtverwaltung (Hallenbad-Eingang) stehen Vertreter der Selbsthilfegruppen für Auskünfte gerne zur Verfügung. Info-Flyer liegen aus und werden kostenlos abgegeben.

By |Donnerstag, 20. September 2012|