„Die Landwirte in Baden-Württemberg richten ihr Handeln an den Wünschen der Verbraucher aus, und die Nachfrage nach qualitativ hochwertigen und ökologisch erzeugten Lebensmitteln aus Baden-Württemberg steigt stetig. Im Jahr 2016 hat im Schnitt praktisch täglich ein Landwirt im Land seinen Hof auf Bio umgestellt“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk MdL, am Donnerstag (16. Februar) beim Besuch der Messe ‚Biofach‘ in Nürnberg.

Insgesamt liege der Anteil ökologisch bewirtschafteter Landwirtschaftsflächen im Südwesten mit etwas über zehn Prozent deutlich über dem Bundesdurchschnitt mit rund 6,5 Prozent. Nach vorläufigen Zahlen sind in Baden-Württemberg im Jahr 2016 rund 20.000 Hektar Landwirtschaftsfläche auf Bio umgestellt worden.

„Baden-Württemberger können Bio, aber jeder Landwirt ist in seiner unternehmerischen Entscheidung frei, für welche Bewirtschaftungsform er sich entscheidet. Die Agrarpolitik des Landes setzt auf ein ausgewogenes Miteinander von konventioneller und ökologischer Landwirtschaft. Beide eint ein guter Umgang mit der Natur und eine Landbewirtschaftung unter Einhaltung höchster Standards“, betonte der Minister. Die Landesregierung zwinge niemanden, Bio zu erzeugen oder zu konsumieren. Aber die jeweilige Nachfrage müsse so gut wie möglich befriedigt werden. Auch sorge das Land für Rahmenbedingungen, die einen Umstieg auf Bio ermöglichen. Im Koalitionsvertrag der Landesregierung sei vereinbart, den ökologischen Landbau in Baden-Württemberg weiter voranzubringen. „Das ist unser Auftrag und daran arbeiten wir. Unser Ziel ist es, die Märkte für Bio-Produkte mit regionalen Erzeugnissen aus Baden-Württemberg zu besetzen“, betonte der Minister. Der Biosektor verzeichne erfreulicherweise ein überdurchschnittliches Wachstum. Die Baden-Württemberger greifen auch häufiger als die Menschen in anderen Ländern zu Bio-Erzeugnissen.

„Die Zahlen belegen den Erfolg unserer Politik. Mit dem Aktionsplan ‚Bio aus Baden-Württemberg‘ halten wir ein wirkungsvolles Maßnahmenbündel für den ökologischen Landbau im Land bereit“, betonte der Minister. Zentrale Handlungsfelder seien neben einer finanziellen Förderung die Bereiche Bildung, Beratung und Forschung sowie die Stärkung der Vermarktung heimischer Produkte. Auch gelte es, das Vertrauen der Verbraucher in Bioprodukte weiter zu stärken. Mit den im Koalitionsvertrag verankerten Bio-Musterregionen werde Baden-Württemberg in den kommenden Jahren neue Maßstäbe setzen.

Hintergrundinformationen:
Weitere Informationen zum Thema Landwirtschaft finden sich im Internet unter www.mlr-bw.de/landwirtschaft.