Eberstadter
Tropfsteinhöhle
Einem Zufall verdankt die Eberstadter
Tropfsteinhöhle ihre Entdeckung: Bei Sprengungen
im Jahr 1971
öffnete
sich an einer Wand in einem Muschelkalksteinbruch ein
Spalt. Bereits die ersten vorsichtigen Erkundungen ließen
die atemberaubende Schönheit eines Naturdenkmals
erahnen, das einmalig in Süddeutschland ist und
mittlerweile alljährlich mehr als 70.000 Besucher
anlockt. Das Alter dieser Tropfsteinhöhle schätzt
man auf 1–2 Millionen Jahre.
Eine geführte Höhlenerkundung,
bei dem Besucher Tropfsteingebilden wie etwa der „Weißen
Frau von Eberstadt“, dem „Elefantenrüssel“
oder einer „Hochzeitstorte“ begegnen können,
dauert etwa eine Stunde. Unvergesslich ist für
jeden Besucher der Eindruck, den die Tropfsteinhöhle
mit ihrem Formenreichtum hinterlässt.
Aufgrund
der faszinierenden Sinterbildungen (an den Wänden
oder am Höhlen-boden) und der eindrucksvollen Ausdehnung
auf einer Länge von über 600 m ist die Eberstadter
Tropfsteinhöhle das südöstliche Eingangstor
in dem von der UNESCO anerkannten Geopark Berg-straße-Odenwald.
Die Höhle ist bequem begehbar, mit
etwas Hilfe kann sie auch von Gehbehinderten oder Rollstuhlfahrern
besichtigt werden. Auf gut ausgebauten Wegen kommt man
ohne eine Stufe vom Parkplatz bis zum hinteren Ende
der Höhle.
Direkt bei der Höhle geben ein geologischer
Lehrpfad und ein Naturlehrpfad anschauliche Informationen
zur Erdgeschichte, Karstlandschaft, Flora und Fauna.
Daten:
Entdeckt: 1971
Länge: 600 m
Breite: 2 - 7 m
Höhe: 2,5 – 8 m
Innentemperatur: 11°C (konstant)
Luftfeuchtigkeit: 95 %
Führungen:
Eintritt grundsätzlich nur mit Führung! Die
Besichtigungsdauer beträgt ca. 1 Stunde. Führungsbeginn
ist in der Regel zur vollen Stunde. Gruppen sollten
sich voranmelden, um Wartezeiten zu vermeiden. Die Mitnahme
von Tieren ist nicht gestattet!
Öffnungszeiten:
01.03.-31.10.: täglich von 10.00 – 16.00
Uhr (letzte Führung um 16.00 Uhr). In den Monaten
März, April, September und Oktober ist montags
Ruhetag. Sonderführungen sind möglich.
01.11.–29.02.: Samstag/Sonntag und
diverse Feiertage 13.00 – 16.00 Uhr. Sonderführungen
sind (gegen Aufpreis) nach vorheriger Vereinbarung möglich,
auch außerhalb der Öffnungszeiten.
Eintrittspreise:
Erwachsene: 3,50 Euro
Gruppen (ab 20 Erwachsene): je 3,00 Euro
Kinder (3-6 Jahre): 2,00 Euro
Kinder/Jugendliche (7-15 Jahre): 2,50 Euro
Schwerbehinderte: 2,50 Euro
Anreise:
A 81 Ausfahrt Osterburken (nach Osterburken-Schlierstadt-Eberstadt)
oder B 27 nach Buchen. In Buchen Richtung Seckach.
Anmeldung und
Informationen:
Eigenbetrieb „Tourismus und Eberstadter Tropfsteinhöhle“
Hochstadtstraße 1, 74722 Buchen
Telefon 0 62 81/27 80, Telefax 0 62 81/27 32
eMail: verkehrsamt-buchen@t-online.de
www.buchen.de/touristik/tropfsteinhoehle
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Biosphärenhaus
in Fischbach
Das Biosphärenhaus
in Fischbach wurde im Jahr 2000 als Informationszentrum
für das grenzüberschreitende Biosphärenreservat
Pfälzerwald/Nordvogesen eröffnet. Mittlerweile
hat es sich zu einem Anziehungspunkt für Besucher
aus ganz Deutschland entwickelt.

Ziele und Themenschwerpunkte
Die Grundidee des Biosphärenhauses basiert auf
dem Erhalt der einmaligen Natur- und Kulturlandschaft
des Pfälzerwaldes und der Nordvogesen, der Vermarktung
regionaler Produkte und dem Aufbau eines touristischen
Anziehungspunktes. Als oberstes Ziel steht dabei immer
die Nutzung und Präsentation der Landschaft und
des Naturraumes, ohne ihn nachhaltig zu beeinträchtigen.
Das Biosphärenhaus arbeitet mit dem
Leitbild des sog. „Edutainment“ (von Education
und Entertainment). Dem Besucher werden interessante
Aspekte aus dem Biosphärenreservat spielerisch
und anschaulich vermittelt, so dass der Lerneffekt fast
unbemerkt und ganz nebenbei eintritt. Wichtigste Grundlage
ist, dass der Besucher (Jung oder Alt) aktiv an den
Angeboten beteiligt wird und Spaß an der Sache
hat.
Diese „interaktive“ Wissensvermittlung
erfolgt auf mehreren Ebenen. In das Biosphärenhaus
ist eine interaktive Erlebnisausstellung integriert,
die das Herzstück des Projektes darstellt. Die
dreisprachige Ausstellung beinhaltet über 40 Lernspielstationen
und Animationen. Hier kann der Besucher mit allen Sinnen
Interessantes aus den Bereichen Natur, Energietechnik
und Geschichte erfahren. So bietet sich die Möglichkeit
die Welt aus den Augen unterschiedlicher Tiere zu betrachten
oder selbst Energie zu erzeugen an der großen
Energiemaschine. Die Elemente der Ausstellung sind so
gestaltet, dass der Nutzer selbst den Verlauf der Information
bestimmen und sich eigene Schwerpunkte setzen kann.
Das Informationszentrum vermittelt Ausschnitte aus der
vielfältigen Themenpalette eines Biosphärenreservates,
die sich nicht nur auf Pflanzen und Tiere beschränkt,
sondern alle Bereiche einschließt, die das Zusammenwirken
von Mensch und Natur betreffen.
Besucherlenkung
Um den Naturraum des Biosphärenreservates erlebbar
zu machen und gleichzeitig zu schützen wurden vielfältige
Maßnahmen zur Besucherlenkung entwickelt, die
vor allem aktive Angebote im Innen- und Außenbereich
beinhalten. Diese Angebote werden mit unterschiedlicher
Intensität vom Biosphärenhaus bis hinein in
die Naturräume präsentiert. Als eine Art Kernzone
ist der Bereich im direkten Umfeld des Biosphärenhauses
anzusehen.
Hier
konzentrieren sich die baulichen Anlagen und damit auch
der größte Teil der Besucheranimation. Diese
Zone beinhaltet als Hauptelement das Naturerlebniszentrum
(mit 40 Übernachtungsplätzen für Gruppen/Einzelpersonen,
Seminar-, Werk- und Laborräume für die praktische
Umweltbildung), Spielplätze, sowie - eine der Hauptattraktionen
- den „Baumwipfelpfad“, der 2003 eröffnet
wurde. Dieser ist in Europa einzigartig und eröffnet
die Möglichkeit, den Lebensraum Wald aus einer
neuen Perspektive zu betrachten und dabei Abenteuer
und Wissensvermittlung miteinander zu verknüpfen.
Daran anschließend bildet eine Übergangszone
die Verknüpfung zwischen Zentrum und Naturraum.
In ihr werden die angrenzenden Bachtäler durch
Erlebnis-Pfade erschlossen um so Informationen und Besonderheiten
zu Natur und Landschaft vor Ort zu vermitteln. Auch
hier wird der Besucher zur aktiven Auseinandersetzung
mit unterschiedlichen Themen aufgefordert. Auf dem interaktiven
Rundweg werden auf zwei Kilometern an zwölf Stationen
interessante Details der Region vermittelt, die auch
mit dem Rollstuhl oder Kinderwagen
erfahrbar
sind. In der äußeren Zone treten die Informationen
immer mehr in den Hintergrund, bis die Erlebnispfade
in das vorhandene Rad- und Wanderwegenetz münden.
Projektbausteine
Das Biosphärenhaus vereint eine Vielzahl an Funktionen
und Themen. Es bietet jedes Jahr ein abwechslungsreiches
Jahresprogramm an, das von Fachseminaren bis hin zu
Survivalkursen reicht. Mit dem „Bürgersaal“
verfügt es zudem über einen multifunktionalen
Veranstaltungsraum mit modernster Medien- und Tagungstechnik
(sowie angegliederter Küche und Regieraum für
Beleuchtung/Beschallung). Hier können auch größere
Gruppen optimal bewirtet und unterhalten werden. Der
Saal, bei Bedarf teilbar in zwei Seminarräume,
hat Platz für über 300 Personen und kann mit
einer transportablen Bühne ausgestattet werden.
Wer genug geforscht, gespielt
und gestaunt hat, der kann es sich im Restaurant des
Biosphärenhauses auf der Panoramaterrasse über
den Baumwipfeln gemütlich machen und neben einem
guten Essen den einmaligen Blick über die abwechslungsreiche
Wasgaulandschaft genießen.
Öffnungszeiten:
Januar, Februar, Dezember:
Montag – Freitag 9.00 – 16.00 Uhr (Wochenende
geschlossen)
März:
Montag – Freitag 9.00 – 16.00 Uhr und Samstag/Sonntag
9.30 – 16.00 Uhr
April, Mai, Oktober:
Dienstag – Freitag 9.00 – 18.00 Uhr und
Montag/Samstag/Sonntag/Feiertage 9.30 – 18.00
Uhr
Juni, Juli, August, September:
Dienstag – Freitag 9.00 – 19.00 Uhr und
Montag/Samstag/Sonntag/Feiertage 9.30 – 19.00
Uhr
Änderungen sind möglich! Bitte
telefonisch erfragen!
Eintrittspreise
(Stand: Anfang 2008)
Karten gelten sowohl für die Ausstellung als auch
für den „Baumwipfelpfad“. Größere
Gruppen bitte telefonisch anmelden!
Erwachsene (ab 18 Jahre):
8,00 Euro (Einzelkarte). Gruppenpreise ab 10/30 Personen.
Kinder/Jugendliche (6-17 Jahre):
6,00 Euro (Einzelkarte). Gruppenpreise ab 10/30 Personen.
Schwerbehinderte, Rentner und Studenten (mit Ausweis):
6,50 Euro
Familienkarten:
1 Erwachsener + 1 Kind 12,00 Euro
1 Erwachsener + 2 Kinder 15,00 Euro
1 Erwachsener + 3 Kinder 17,00 Euro
jedes weitere Kind 2,00 Euro
2 Erwachsene + 1 Kind 18,00 Euro
2 Erwachsene + 2 Kinder 21,00 Euro
2 Erwachsene + 3 Kinder 23,00 Euro
jedes weitere Kind 2,00 Euro
Anreise mit dem
ÖPNV:
Mit dem Zug bis Bahnhof Hinterweidenthal (Bahnstrecke
Pirmasens-Landau-Neustadt). Umstieg auf den RSW-Bus,
Rufbus bzw. AST nach Dahn Stadtmitte, von dort besteht
Anschluss nach Fischbach Biosphärenhaus.
Anmeldung und Information:
Biosphärenhaus Pfälzerwald/Nordvogesen
Am Königsbruch 1, 66996 Fischbach (bei Dahn)
Telefon 0 63 93/9 21 00, Telefax 0 63 93/92 10 19
eMail: info@biosphaerenhaus.de
www.biosphaerenhaus.de
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Heidelberg:
Das Museum des Instituts für Geowissenschaften
Das Museum im Neuenheimer Feld 234 umfasst
zwei große Ausstellungsräume mit ca. 120
Vitrinen auf 725 qm. Die Sammlung in den Ausstellungsräumen
wird als Forschungs- und Lehrsammlung (auch für
fachinteressierte Laien) genutzt. Eine

Fotos: Klaus Will (Geologisch-Paläontologisches
Institut)
umfangreiche Kollektion zur Entwicklungsgeschichte der
Erde sowie zur Systematik der Minerale bietet einen
Einblick in diese modernen und lebensnahen Wissenschaftszweige.
Wechsel- und Sonderausstellungen zeigen
dem Besucher in besonderer Weise unsere nähere
Umgebung. „50 Millionen Jahre Trias“ und
„Saurier aus dem Odenwald“ sind Beispiele
hierfür. Vor allem die Ausstellung zur
„Entwicklungsgeschichte
des Menschen“ unter besonderer Berücksichtigung
des Homo heidelbergensis versucht die alte
Frage nach den Wurzeln der Menschheit zu entschlüsseln.
Neben dem sensationellen Fund des Unterkiefers beleben
zahlreiche Säugetierfunde nicht nur die Vorstellung
vergangener Umweltbedingungen in unserem Raum, sondern
sind wertvolle Zeugnisse für die Vegetations- und
Klimaentwicklung in Europa.
Im Mineralogischen Teil des Museums wird
neben der Entstehung des Sonnensystems und dem Aufbau
der Erde, besonders die Dynamik des Erdinnern und die
Bildung der Minerale und Gesteine in gesonderten Themenbereichen
präsentiert. Edelsteine, lumineszierende Minerale
sowie eine Auswahl von zum Teil sehr wertvollen Mineralen
aus verschiedenen, bedeutenden Sammlungen stellen eine
Augenweide für jeden Besucher dar.
Öffnungszeiten:
Montag – Freitag 9.00 – 18.00 Uhr (Wochenende
geschlossen).
Führungen:
sind möglich, auch in größeren Gruppen
(bis max. 25 Personen).
Schulklassen von 1 - 13, Projekttage für Schulen,
Mithilfe bei GFS, Bogy-Praktikum werden individuell
betreut.
Anmeldung:
Museum des Geologisch-Paläontologischen Instituts
Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 234
69120 Heidelberg
Telefon: 0 62 21/54 82 91 (Montag – Donnerstag
9.00 – 14.00 Uhr, Frau Hofmann)
eMail: Johanna.Kontny@urz.uni-heidelberg.de
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