Mit Unterstützung der Stadt Landau hat die DBU Naturerbe GmbH als Verwalterin des Naturschutzgebiets Ebenberg in den vergangenen beiden Jahren zahlreiche Offenhaltungsmaßnahmen durchgeführt – weitere Mulcharbeiten stehen in diesem Jahr an.

Die Stadt Landau begrüßt die Maßnahmen. „Der Ebenberg ist ein in der Südpfalz einmaliges Naturschutzgebiet, das zahlreiche seltene Vogelarten, Reptilien und Insekten beheimatet“, betont Beigeordneter und Umweltdezernent Rudi Klemm. „Um dieses wertvolle Biotop zu erhalten, muss die Landschaft gepflegt und offengehalten werden.“ Zu diesem Zweck werden auf dem Ebenberg Schafe eingesetzt – diese konnten des sich rasant ausbreitenden Weißdorns in den vergangenen Jahren aber nicht mehr Herr werden. Daher ließ die DBU in den Jahren 2015 und 2016 rund 11 Hektar des Naturschutzgebiets freischneiden. Zudem werden seitdem Mulcharbeiten durchgeführt, zuletzt auf rund 50 Hektar. Insgesamt misst das Naturschutzgebiet Ebenberg rund 200 Hektar, etwa 30 davon sind Waldflächen. Alle Offenhaltungsmaßnahmen müssen in den Wintermonaten erfolgen, um Flora und Fauna nicht zu gefährden.

Die Stadt Landau unterstützt die Maßnahmen auf dem Ebenberg finanziell.

Auch der Leiter des städtischen Umweltamts, Markus Abel, spricht vom Ebenberg als einer „einmaligen Landschaft“. „Das Naturschutz- und FFH-Gebiet Ebenberg ist gekennzeichnet durch großflächige Bereiche mit Mager- und Halbtrockenrasen auf der einen und dichten Strauchhecken auf der anderen Seite. Gerade Vögel wie der Neuntöter, aber auch Zaun- und Mauereidechsen fühlen sich hier wohl.“ Auch seltene Pflanzenarten seien auf dem Ebenberg heimisch, führt Abel weiter aus und nennt den Amethyst-Sommerwurz als Beispiel. „Hört sich lustig an, Pflanzen wie diese sind andernorts aber vom Aussterben bedroht und auf Rückzugsgebiete wie den Ebenberg angewiesen. Diese wertvolle Vegetation gilt es zu erhalten.“

Der frühere Truppenübungsplatz der französischen Streitkräfte wurde im Jahr 1999 zum „Naturschutzgebiet Ebenberg“ erklärt.