Heisenberg-Gymnasium

Lehrkräfte der Heisenberg-Gymnasien vor dem Beginn des Pädagogischen Tages. Foto: Klimastiftung für Bürger

Im Rahmen der zweiten Welle des Bildungsprojektes „BNE erlebbar machen!“ hat die Klimastiftung für Bürger (Sitz: Sinsheim) sechs neue Partnerschulen in der TechnologieRegion Karlsruhe dazu gewonnen. Die drei Heisenberg-Gymnasien mit Sitz in Karlsruhe, Bruchsal und Ettlingen gehören zu diesen sechs Schulen, die seit dem Schuljahr 2016/17 mit der Unterstützung der Klimastiftung für Bürger ein exemplarisches Projekt zur Bildung für nachhaltige Entwicklung in ihrem Hause etablieren und nachhaltig in die curricularen Aktivitäten der Schule implementieren.

Am 14. Januar 2017 kamen über 100 Lehrer der drei Schulen am Standort Bruchsal zu einem pädagogischen Tag zusammen. Am ersten Teil der Veranstaltung nahmen der Bildungsvorstand der Klimastiftung für Bürger, Christian Ledig, und der beratende BNE-Experte des Projektes „BNE erlebbar machen!“, Dr. Thomas Hoffmann, teil. Erster Tagesordnungspunkt der Veranstaltung war die Vorstellung der UNESCO-Aktivitäten an den drei Schulen im Netzwerk der UNESCO-Projektschulen. Uli Schmitz, Lehrer am Heisenberg-Gymnasium sowie Landeskoordinator der UNESCO-Projektschulen Baden-Württemberg, führte mit seinem UNESCO-Team durch ein vielfältiges und beeindruckendes Portfolio von Projekten an den drei Standorten.

Im Anschluss daran stellte Christian Ledig die Sinsheimer Klimastiftung für Bürger vor und skizzierte die Bildungsaktivitäten der Stiftung, welche auf einem durch die UNESCO und das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ausgezeichneten BNE-Netzwerk der Stiftung fußen. Er erläuterte den Lehrkräften die Ausrichtung der Bildungsaktivitäten an der Bildung für nachhaltige Entwicklung und berichtete über die Beteiligung der Stiftung an der Nationalen Plattform BNE des BMBF zur Erstellung eines Nationalen Aktionsplans BNE. Im Anschluss an die Ausführungen von Christian Ledig stellte Dr. Thomas Hoffmann den Lehrkräften die Entwicklungsgeschichte und Themenfelder einer Bildung für nachhaltige Entwicklung vor und beantwortete Fragen zu dem Konzept und dessen Verankerung im neuen Bildungsplan Baden-Württembergs.

BNE-Teams stellten Projekte vor

Heisenberg-Gymnasium 2

Florian Stroh, Lehrer am Heisenberg-Gymnasium, stellte das Parkinsel-Projekt vor. Foto: Klimastiftung für Bürger

Zum Abschluss stellten die BNE-Teams der drei Schulstandorte ihre im Rahmen des Projektes „BNE erlebbar machen!“ verfolgten Projekte vor. Am Standort Ettlingen wird ein Projekt zur Kultivierung und curricularen Einbindung einer Streuobstwiese verfolgt, welche den Schülern Einblicke in die Biodiversität dieses faszinierenden Ökosystems geben soll. Am Standort Bruchsal verfolgt das BNE-Team um Daniel Birmele die Errichtung eines „Museum of Energy Efficient Technology“-Klassenzimmers an der indischen Partnerschule Mitraniketan. Von der Ausstattung bis hin zur curricularen Nutzung des künftigen Museums bringen sich Klassen des Bruchsaler Standortes ein. Am Karlsruher Heisenberg-Gymnasium realisiert das BNE-Team ein Projekt, in dem Schülergruppen die Patenschaft für die zahlreich vorhandenen Parkinseln vor der Schule übernehmen und, mit den Worten des verantwortlichen Pädagogen Florian Stroh, „neue kleine Ökosysteme für Wildbienen und Schmetterlinge schaffen“.

Zum Abschluss des Veranstaltungsteils mit der Klimastiftung für Bürger zog Schulleiter Anton Schneider ein positives Fazit: „Die Implementierung der BNE fügt unserem reichhaltigen Projektangebot als UNESCO-Projektschule einen wichtigen Schwerpunkt hinzu. Nachhaltiges Denken und Handeln versetzt unsere Schülerinnen und Schüler in die Lage, tragfähige Entscheidungen für die Zukunft zu treffen und abzuschätzen, wie sich ihre eigenen Handlungen auf künftige Generationen und das Leben in anderen Weltregionen auswirken.“

Über die Klimastiftung für Bürger

Die gemeinnützige Stiftung wurde im September 2014 gegründet. Die Stiftung möchte dem Bürger durch das Erlebbar machen der Themen Klima, Umwelt, Schutz der Ressourcen und Erneuerbare Energien zu einem besseren Bewusstsein der Vorteile einer Beteiligung an der Energiewende verhelfen. Urheberin der Klimastiftung für Bürger ist die gemeinnützige Dietmar Hopp-Stiftung.