Um einen weiteren Bereich des Altrheingrabens renaturieren zu können, werden von Montag, 20., bis voraussichtlich Freitag, 24. Februar 2017, in Höhe der Straße Im Zinkig, zwischen den Hausnummern 43 und 111, Fäll- und Rückschnittarbeiten vorgenommen. Aus Gründen des Naturschutzes müssen die Arbeiten bis 28. Februar beendet sein. Die Renaturierung soll im Spätsommer beginnen. Der erste Bauabschnitt nördlich und südlich des Glockenlochs konnte bereits beendet werden.

Hintergrund:

In den 1960er Jahren wurde der relativ naturnahe Verlauf zerstört und das Gewässer in ein enges Bachbett mit steilen Uferböschungen gedrängt. In weiten Bereichen ist der Graben durch landwirtschaftliche Nutzung und Nährstoffeinträge beeinträchtigt. Seit Anfang der 1990 Jahre bemüht sich die Stadt Ludwigshafen daher gemeinsam mit der Stadt Frankenthal, den Altrheingraben zu einem grenzübergreifenden Grünbereich zu entwickeln.

Beschreibung Gesamtprojekt:

Auf rund sechs Kilometer Länge wird im Rahmen der geplanten Maßnahmen der vorhandene Graben in Teilbereichen mit einem leicht mäandrierenden Verlauf von der Bebauung abgerückt. Insgesamt werden rund 19 Hektar Fläche naturnah gestaltet. Überwiegend auf ehemaligen Ackerflächen entstehen ein naturnaher Grabenverlauf, extensive Wiesenflächen und Gehölzbestände.

Insgesamt wird die Umsetzung des Projektes auf vier Bauabschnitte aufgeteilt. Durch diese abschnittsweise Umsetzung ist gewährleistet, dass betroffene Tierarten ausweichen und neu entstehende Lebensräume wiederbesiedeln können. Die wenigen durch die Bauarbeiten betroffenen Vegetationsbestände werden ausgeglichen. Mit dieser Planung wurde ein sinnvoller Kompromiss zwischen Hochwasserschutz, Gewässerentwicklung und Naturschutz gefunden.

Das Projekt wird von Naturschutzbeiräten beider Städte und von den Naturschutzverbänden ausdrücklich begrüßt.